An den Pranger stellen - Konsequenzen

Dieses Thema im Forum "Internet-Recht" wurde erstellt von tom|B, 16. Juni 2007.

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  1. tom|B

    tom|B New Member

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    Hallo,
    nehmen wir an jemand startet ein Projekt bei welchem er bestimmte Personen die zum Beispiel das Copyright von Freetemplates entfernt haben anprangert. Zu diesen Personen gibt er Angaben wie: Nick in Foren und Link zur Homepage. Nun prangert er Benutzer A an. Benutzer A entfernte das Copyright von Design A. Nun sieht Benutzer B den Nicknamen seines Freundes Benutzer A auf dieser Liste. Benutzer A gefällt das natürlich überhaupt nicht. Könnte nun Benutzer A den Leiter des Projektes wegen Rufmords oä anklagen und käme er damit vor Gericht durch?

    Würde mich sehr interresieren. Hoffe verstose hier mit diesem Post nicht gegen die Regeln in diesem Forum, da ja hier kein Rechtsbeistand geleistet wird.

    Mit freundlichen Grüßen
    Thomas Breidenstein
     
  2. Daniel_L

    Daniel_L Guest

    AW: An den Pranger stellen - Konsequenzen

    keine Rechtsberatung! Auszug Wikipedia "Üble Nachrede": http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cble_Nachrede

     
  3. G.Schuster

    G.Schuster Eingetragener Provider

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    AW: An den Pranger stellen - Konsequenzen

    Es dürfte zwar etwas schwierig sein aber um mal ein Beispiel aus dem Alltag zu bringen - die Schufa ist im Grunde auch eine Prangerliste.
    Jeder, der ein berechtigtes Interesse haben könnte - das nichtmal ernsthaft bestehen muss! - kann abfragen, ob du mal Mist gebaut hast.
    Und das sogar 3 volle Kalenderjahre über das Jahr hinaus, in dem der Eintrag eigentlich erledigt ist.

    Um deine Frage allerdings konkret zu beantworten wäre es sicher ratsam, einen Anwalt deines Vertrauens aufzusuchen.
     
  4. webhoster.de

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    AW: An den Pranger stellen - Konsequenzen


    Allerdings hat derjenige der Eintragung zugestimmt.
     
  5. G.Schuster

    G.Schuster Eingetragener Provider

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    AW: An den Pranger stellen - Konsequenzen

    Zustimmen kannst du das nicht nennen, wenn man dir mehr oder weniegr die Pistole auf die Brust setzt.
    Verweigerst du die Schufa-Klausel bekommst du das, was du haben möchtest, ganz einfach nicht.
    Und in Ermangelung schufafreier Alternativen sehe ich das nicht als freiwillige Zustimmung an.
     
  6. RA Dr. Bahr

    RA Dr. Bahr Erfahrener Benutzer

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    AW: An den Pranger stellen - Konsequenzen

    Guten Abend!

    Juristisch ist das Ganze ganze klar freiwillig.

    Im übrigen ist das Handeln der SCHUFA absolut legal, insbesondere auch deswegen, weil dort grundsätzlich nur unbestrittene oder rechtskräftige Verbindlichkeiten enthalten sind.

    Dies ist auch der wesentliche Untersschied zur Ausgangsfrage, wo einfach ungefragt bestimmte Informationen - ungeprüft und gerichtlich nicht entschieden - gespeichert werden. Eine solche unzulässige Speicherung führt sowohl zu straf- als auch zivilrechtlichen Konsequenzen.


    Alles Gute

    Martin Bahr
     
  7. tom|B

    tom|B New Member

    Registriert seit:
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    AW: An den Pranger stellen - Konsequenzen

    Ich habe schon garnicht mehr an dieses Thema gedacht und es ist auch nicht mehr aktuell für mich.

    Es geht nicht direkt um mich, es hatte mich nur interessiert, da ich von einem solchen Projekt gehört hatte. Für mich ist das Thema soweit gegessen, man kann es gerne schliesen. Wer mehr darüber erfahren will, um was es genau geht kann hier klicken: http://www.ripperhunting.de/ .
     
  8. stanglwirt

    stanglwirt New Member

    Registriert seit:
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    91
    AW: An den Pranger stellen - Konsequenzen

    Leider nur theoretisch. Da wird seitens der Schufa erstmal garnichts geprüft ob die Verbindlichkeit rechtskräftig ist. Wäre auch schwer machbar. Wenn jemand was meldet, wird erstmal davon ausgegangen, dass es stimmt. Wenn der Betroffene dann nicht zufällig mal ne Selbstauskunft anfordert, erfährt er wohl nie, wieso er den Kredit nicht bekommen hat.
     
  9. Helmuts

    Helmuts New Member

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    Beiträge:
    395
    AW: An den Pranger stellen - Konsequenzen

    Genau!
    Und dann versuch mal als Betroffener, diesen auf "Zuruf" erfolgten Eintrag da raus zu bekommen!
    Da dort niemand zuhört oder Fakten und Beweisen gegenüber aufgeschlossen ist, kommst Du um die Zuhilfename eines Rechtsbeistandes mit Durchsetzungskraft nicht umhin. Das kostet aber Dein Geld!

    Warum also muß ich Geld bezahlen, um mich gegen angeblich unstrittige Sachverhalte/Eintragungen zu wehren, wenn diese augenscheinlich und nach Sachverhalt und Beweislast falsch sind? Und tatsächlich nach laaanger Zeit daraufhin gelöscht werden?

    Sowas ist legal und rechtens? Toll...
     
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