Arbeitet erledigt - Nie Geld erhalten!

Dieses Thema im Forum "Job-Angebote & Job-Suchanzeigen" wurde erstellt von bluedom, 3. April 2005.

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  1. bluedom

    bluedom New Member

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    Hallo,
    folgendes Problem:
    Ich bin noch in der Ausbildung zum Mediendesigner und habe vor ca. 12 Monaten für eine andere "Agentur" ein paar Grafik und Programmier arbeiten erledigt! Ständig wurde mir gesagt das das Geld unterwegs ist aber ich davon nie irgendwas gesehen!!
    Da es sich um 400 Euro handelt wurde mir versprochen das Geld in Raten zu jeweils 100 Euro auf das Konto zu überweisen. Ich war damit einverstanden habe aber trotzdem wurde die Vereinbarung nicht eingehalten!

    Also was soll ich tun? Was gibt es da für Möglichkeiten an das Geld zu kommen?
    Da ich selber nicht selbständig bin habe ich auch nie ne Rechnung oder so geschrieben!

    Wie sieht es rechtlich aus?
    Es handelte sich damals um jeweils 2 Jobs zu je 200 Euro! Durfte ich das machen ohne Gewerbeschein? Und kann ich mir nun einen Rechtsanwalt oder so suchen der das Geld einfordert?
     
  2. darkstar

    darkstar Erfahrener Benutzer

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    Nur mal so ein paar Fragen, damit ich das richtig verstehe...

    1) Hast Du eine Abnahme deiner Arbeiten, d.h. ein Auftrag erfuellt von Deinem Auftraggeber? Kannst Du das beweisen?
    2) Was sieht der Vertrag vor (auch wenn er muendlich geschlossen wurde?). Kannst Du die Existenz des Vertrages beweisen (evtl. auch durch schluessiges Handeln _beider_ Seiten?
    3) Du hast schriftlich noch keine Forderung (Rechnung) erhoben? Auf welcher Basis hast Du denn dann gemahnt?

    So wie ich das jetzt sehe, ist es noch nicht zu spaet, um eine Forderung zu erheben (es gibt bei sowas auch eine Verjaehrung). Wegen den 12 Monaten kannst Du dich aber nicht beschweren, i.d.R. zahlen Auftraggeber erst nach Forderungserhebung. Eine Rechnung kannst Du uebrigens auch als Privatperson stellen. Es darf sich bei der abgerechneten Leistung nur nicht um eine dauerhafte, auf Gewinn orientierte Taetigkeit handeln.

    Fakt ist aber: Die Zahlung von Schwarzgeld wirst Du gegenueber keinem Auftraggeber durchsetzen koennen...

    Bzgl. steuerrechtlichen und sozialversicherungsrechtlichen Fragen musst Du natuerlich dich etwas schlau machen.


    MfG
    darkstar
     
  3. isp-ns.de

    isp-ns.de New Member

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    Wenn Sie einen (auch mündlichen) Werksvertrag geschlossen haben, indem Sie ein Werk erstellen und die Agentur hierfür einen Preis zaheln soll, ist dies schon in Ordnung. Sie müssen nur in Ihrer Steuererklärung des Jahres der Fertigung die Einnahme aufführen. Ein Gewerbe ist hierbei nicht notwendig, da es sich um eine einmalige Einnahme handelt.

    Ist das Werk abgenommen worden oder wird es von der Agentur benutzt bzw. ggf. weiterverkauft? Dann besteht kein Zweifel, dass hier noch Mängel aufgeführt werden könnten, um die Nichtzahlung zu rechtfertigen.

    Setzen Sie der Agentur eine Frist zur Zahlung (10 Tage) und kündigen Sie an, dass Sie nach Ablauf der Frist die Nutzung des Werkes untersagen sowie das gerichtliche Mahnverfahren starten. Man könnte Ihren Vertrag so auslegen, dass er "zug um zug" erfüllt wird. Demnach geht das Werk erst in das Eigentum der Agentur über, wenn der vereinbarte Preis geleistet wurde. Verkauft jemand eine Ware oder ein Werk, ohne selber Eigentümer zu sein oder dies unmittelbar zu werden, könnte man dies sogar als Betrug auslegen.

    Wenn Ihnen bereits (schriftlich) mitgeteilt wurde, dass der Betrag "unterwegs" ist oder eine Ratenzahlungsvereinbarung gewollt wird, werden Sie vor einem Gericht leicht nachweisen können, dass die Agentur keine Beanstandungen am Werk hatte und auch eine solche Vereinbarung existierte. Wieso sonnst sollte Ihnen die Agentur das Geld zahlen wollen.

    Prüfen Sie jedoch vor einem Rechtsstreit, ob die Agentur solvent genug ist, Ihr Geld sowie die Gerichtsgebühren und Anwaltskosten (~400 Euro) Zahlen zu können. Andernfalls könnte es passieren, dass Sie gewinnen und nicht nur auf den 400 Euro sondern auf gut dem doppelten sitzen bleiben.
     
  4. Felix

    Felix New Member

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    Ich weiß nicht ob es Inkasso Unternehmen gibt, die sich für 400€ interessieren, aber wenn, würde ich diesen Weg einschlagen oder wenigstens damit drohen. Immernoch besser als den langen Weg über ein gerichtliches Mahnverfahren.
    Dieses kostet Zeit, nerven und evt. Geld.

    Ich hoffe du kannst beweisen, dass du einen Werkvertrag geschlossen hast--


    MfG
    Felix Alaze
     
  5. Inet

    Inet Erfahrener Benutzer

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    @ isp-ns.de
    Vollkommen richtig was du da geschrieben hast.
    Aber das Problem ist doch mehr das der Auftragnehmer sich noch nicht einmal sicher ist ob er das so hätte machen dürfen.
    Die Tatsache das eine "Agentur" Aufträge auch in kleinerem Umfang "ohne Rechnung" vergibt macht mich nachdenklich.
    Das diese "Agentur" dann anbietet das in Raten zu zahlen sollte auch den Auftragsnehmer sollte auch den Auftragnehmer nachdenklich machen.

    Mit Inkassounternehmen sieht es schlecht aus.
    Nit weil es sich nur(?) um 400,- geht, da gibt es gaaaaaaaanz andere Fälle sondern vielmehr weil der Kunde (Auftragnehmer) nicht gewerblich tätig ist.

    <Vermutung>
    Ohne Mahnbescheid, Klageverfahren, bei positiven (fraglich) Ausgang (fruchtloser) Pfändung, EV bzw. Konkursantrag wird das nix geben.
    Für mich sieht das so aus das die Sache nur noch mehr kosten wird als die Zeit die du damit vertan hast.
    </Vermutung>

    <Tatsache>
    Dumm gelaufen
    </Tatsache>

    Gruß
    INET
     
  6. Soulkeeper

    Soulkeeper New Member

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    Noch eine andere Option: Ist diese Agentur hier in der WHL eingetragen? Wurde der Auftrag hier in der WHL ausgeschrieben und Du hast Dich daraufhin gemeldet?

    Dann wäre es eine Option, die WHL einzuschalten und um Vermittlung in dieser Angelegenheit zu bitten. Es ist den meisten Anbietern nicht unbedingt egal, wenn sich die WHL bei ihnen meldet...

    Wäre eine kostenlose Option, die fruchten könnte. Ansonsten ist wohl alles gesagt. :)

    Viele Grüße,

    Nils
     
  7. isp-ns.de

    isp-ns.de New Member

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    Das glauben Sie doch nicht wirklich, oder? :)
     
  8. Inet

    Inet Erfahrener Benutzer

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    Die Hoffnung stirbt zuletzt.
    Wer für einen erteilten Auftrag nicht den vereinbarten Betrag bezahlen kann / will, den würde es auch nicht intereesieren wenn sich da ein Vermittler einschaltet.
    Und, sorry, bis die WHL sich einschaltet sind die Beteiligten möglicherweise an Altersschwäche gestorben.
     
  9. gill

    gill Erfahrener Benutzer

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    Können schon, der wird Dich auch beraten ob die Sache überhaupt Aussicht auf Erfolg hat.

    Auf jeden Fall musst Du, wenn die Sache vor Gericht geht, bei einem Streitwert von 400 EUR mit ca. 450 bis 500 EUR Kosten rechnen, die Du bezahlen musst, falls Du den Prozess verlierst (Dein Anwalt, gegnerischer Anwalt, Gerichtskosten, Auslagen).

    Endet die Sache mit einem Vergleich und die Kosten werden gegeneinander aufgehoben entstehen Dir Kosten von ca. 200 bis 250 EUR (Dein Anwalt, GK-Anteil, Auslagen).

    Mein Tipp: Lass Dich erstmal anwaltlich beraten, welche Vorgehensweise Sinn macht. Die anwaltliche Erstberatung bei diesem Streitwert kostet ca. 30 EUR. Danach kannst Du immer noch entscheiden ob Du weitermachst oder nicht.
     
  10. isp-ns.de

    isp-ns.de New Member

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    Falsch: er muss die Anwaltskosten sowie den Gerichtskostenvorschuss SOFORT zahlen und bekommt diese Kosten vielleicht bei Erfolg wieder. Das Gericht wird keinen Handschlag ohne den Gerichtskostenvorschuss tun, ein "geprägter" Anwalt auch nicht.
     
  11. gill

    gill Erfahrener Benutzer

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    Falsch: Zunächst sind an Gerichtskosten NUR die Kosten für den Mahnbescheid zu zahlen, der (grössere) Rest erst, wenn die Gegenseite Widerspruch erhebt. Erst dann wird die Sache an das zuständige Gericht abgegeben.

    Was der RA an Vorschuss will kann hier keiner wissen. Die Anwälte, die wir regelmässig beauftragen, wollen erst dann einen Vorschuss, wenn die Sache zur Durchführung des streitigen Verfahrens an das zuständige Gericht abgegeben wird.
     
  12. isp-ns.de

    isp-ns.de New Member

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    Es gibt hier um die Einreichung einer Klage, nicht um ein gerichtliches Mahnverfahren.

    Das Stichwort ist "regelmäßig". Dann sieht das auch was anders aus. Wenn aber eine Privatperson das erste mal bei diesem Anwalt ist, wird der eben erst einmal Geld sehen wollen, bevor er irgendwelche Gerichtsgebäude betritt.
     
  13. gill

    gill Erfahrener Benutzer

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    Heute nacht schlecht geschlafen?

    Ich darf Dich zitieren:

    Darauf habe ich meinen Beitrag bezogen.

    Ich habe lediglich gesagt, dass keiner von uns wissen kann, welche Vorschüsse irgendein noch zu benennender Anwalt verlangen wird.

    Letztendlich ist es auch völlig belanglos, ob und in welcher Höhe ein Vorschuss verlangt wird. Massgebend für die Entscheidung sollte das gesamte Kostenrisiko sein.
     
  14. Soulkeeper

    Soulkeeper New Member

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    Mich darf man hier ruhig duzen. :) Ich wollte lediglich eine kostenlose Option aufzeigen, die man ebenfalls anstoßen könnte. Ich würde es - sofern die Konstellation das hergibt (Anbieter hier eingetragen, Auftrag hier abgefischt) - auf jeden Fall ins Rollen bringen, weil es eben nichts kostet.

    Ob das dann was bringt, kann man danach für sich selbst immer noch entscheiden und seine Meinung darüber ja auch im Thread Webhostlist ggf. kund tun.

    Viele Grüße,

    Nils
     
  15. isp-ns.de

    isp-ns.de New Member

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    Hm, möglich :)

    Nein, darf man nicht. Dann hagelt es seitens der MODs:

    (Alles Antworten, wenn man Fehler/Probleme/Missverständnisse aufzeigt.)

    Seit dem habe ich es aufgegeben, hier irgendwelche Meinungen/Fragen/Themen bezüglich Webhostlist zu posten.
     
  16. stani

    stani Eingetragener Provider

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    flipmix.de
    Anbieterprofil:
    Klick
    :eek:)

    Du kannst die Agentur auch prophylaktisch einfach mal wegen einer Urheberrechtsverletzung anzeigen.

    Das kann der Agentur sehr spaßig werden, und dich kostets kein Cent.

    Abgesehen davon kanns den Zahlungsvorgang erheblich beschleuinigen ;)

    Gruß
     
  17. chruppy

    chruppy New Member

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    6. Juli 2002
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    602
    *oh gott*

    Oh je ... jetzt hört mal auf mit kanonen auf spatzen zu schießen !!!

    1.) einfachste und billigste möglichkeit:
    du gehst zur polizei und machst eine anzeige weges betruges :)
    dieses kündigst du deinem schuldner mit einer zahlungsfrist an.

    2.) wenn es jemand von WHL war -> anschwärzen, damit andere gewarnt sind !!
     
  18. Manikman

    Manikman Eingetragener Provider

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    *gäähn*

    Da sieht man mal wieder den Unterschied zwischen Theorie und Wirklichkeit.
    Anwalt, Inkasso, Anzeige, Mahnverfahren , dass sind immer so die Schlagworte.

    Sehen wir doch mal den Tatsachen ins Auge:
    Der OT hat 2x für die Firma gearbeitet und warscheinlich auch noch für andere. ( Referezen sollte er ja gehabt haben um überhaupt einen Auftrag zu bekommen)

    Alleine schon diese Tatsache sieht für mich nach einer Arbeit mit gewinnbringender Absicht aus.

    Ok darüber kann man streiten.

    Wenn dann noch kein Vertrag vorhanden ist/war sieht es schon anders aus.
    Ein mündlicher Vertrag ist idR schwer nachzuweisen. (Vor allem der Streitwert)

    Wenn nun auch noch die geleistete Arbeit gar nicht mehr online ist wird es nur noch sehr schwer sein, die Abnahme zu beweisen.

    Wenn die Agentur Ratenzahlung vorschlägt würde ich mir überlegen ob da überhaupt noch was zu holen ist.

    Und die Tatsache das sich der OT nach knapp 2 Monaten noch nicht zu Wort gemeldet hat spricht auch nicht für seine Konsequenz.

    In dem Sinne

    Keep it real
     
  19. Manikman

    Manikman Eingetragener Provider

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    Klick
    BTW: Stani warum gräbst du die ollen Kamellen aus ???
    Und was möchtest du mit der Anzeige vorbeugen ?
     
  20. Nitek

    Nitek New Member

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