Bedingungen für Online-Verkauf

Dieses Thema im Forum "Internet-Recht" wurde erstellt von Bratwurstler, 9. Mai 2006.

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  1. Bratwurstler

    Bratwurstler New Member

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    Hallo,

    ich hab' schon Google, die Forensuche und in anderen Foren rumgefragt, aber keine konkrete, passende Antwort gefunden/bekommen.

    Kann man ohne Weiteres als Privatperson Dinge via Internet verkaufen bzw. vermieten?


    Als konkretes Beispiel würde ich da jetzt Webdesign bzw. Webprogrammierung nennen.
    Ich hab hab schon gehört, dass alles in Ordnung ist, solange man unter 8000 € im Jahr einnimmt oder solange man die Produkte "nicht mit Gewinnabsicht" an den Mann bringt oder dass man eine Firma anmelden muss.

    Gruß,
    Bratwurstler
     
  2. gill

    gill Erfahrener Benutzer

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    AW: Bedingungen für Online-Verkauf

    Darauf würde ich mich nie verlassen.

    Deine Frage geht schon sehr deutlich in Richtung Steuerberatung, ergo beim Finanzamt oder Steuerberater fragen.
     
  3. Hagoman

    Hagoman New Member

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    AW: Bedingungen für Online-Verkauf

    @Bratwurstler
    Das hört sich schon nach einer regelmäßigen gewerblichen Tätigkeit an, daher wird die entsprechende Anmeldung, zumindest als Selbständiger bei Finanzamt, ggf. Gewerbeamt jeher unumgänglich...

    Gruss
    Hagoman
     
  4. terrabyte

    terrabyte New Member

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    AW: Bedingungen für Online-Verkauf

    Auf jeden Fall anmelden ! 8000 Euro im Jahr ??? Das ist ja sogar schon über dem steuerfreien Freibetrag !! Das wäre Steuerhinterziehung. Melde es lieber gleich an, dann sparst du dir hinterher nen Haufen Stress... Lohnt sich echt nicht da wegen ein paar Euros Stress zu riskieren.

    Falls du familienversichert bis kannst du von diesen 8000 übrigens gleich mal 3000 abziehen, für die Krankenversicherung (die du natürlich NICHT steuerlich geltend machen kannst).
     
    Zuletzt bearbeitet: 10. Mai 2006
  5. Goldmember

    Goldmember Erfahrener Benutzer

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    AW: Bedingungen für Online-Verkauf

    Ich plane ebenfalls ein Gewerbe in dieser Richtung. Neben Webdesign möchte ich den Kunden auch noch Webspace anbieten. Gewerbeschein etc. habe ich beantragt, mir fehlen nur noch die AGB. Mir ist aufgefallen, dass viele Hoster (fast) haargenau die gleichen AGBs haben.

    Kann ich mir einfach selber welche schreiben? Oder muss ich bestimmte Standards erfüllen? Für mein kleines Unternehmen will ich da jetzt wegen den AGB keinen großen Laden machen, das würde den Aufwand nicht rechtfertigen.

    Und abkopieren will ich ja auch nicht, so wie es viele mit den AGB von All-Inkl machen.
     
  6. Heini

    Heini Erfahrener Benutzer

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    AW: Bedingungen für Online-Verkauf

    Hallo Goldmember,
    streng genommen brauchst Du keine AGB. Es gelten dann die gesetzlichen Regelungen. Diese sind nicht immer vorteilhaft für den Anbieter und daher werden ein paar Dinge in den AGB "zurechtgebogen". Du solltest daher die AGB nicht von All-Inkl abschreiben sondern die AGB verschiedener Anbieter durchlesen und Dir überlegen ob die wichtigsten Punkte für Dich in Frage kommen.
    Es gibt sowieso viele AGB Klauseln deren Wirksamkeit stark anzuzweifeln ist.
    Ansonsten kannst Du ja mal googlen, auf Webseiten wie www.janolaw.de kann man sich anscheinend Muster AGB erstellen lassen.
     
  7. Goldmember

    Goldmember Erfahrener Benutzer

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    AW: Bedingungen für Online-Verkauf

    Danke für die Hinweise. Ich habe auch nicht vor, irgendwo abzuschreiben, es hat mich nur gewundert, dass sich viele AGB gleichen. Ist es zwingend notwendig, AGB rechtlich prüfen zu lassen? Nicht, dass mich ein Spaßvogel abmahnt.

    Und warum brauche ich keine AGB, wenn Seiten ohne diese regelmäßig abgemahnt werden?
     
  8. Heini

    Heini Erfahrener Benutzer

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    AW: Bedingungen für Online-Verkauf

    Ich halte das für eine Ente.
    Was natürlich nicht geht. Bei Vertragsschluß auf die AGB verweisen und diese dann nicht bereitstellen.
    Oder zum Beispiel nicht auf das Widerrufsrecht hinweisen (das haben zwar viele in den AGB ist aber eigentlich seperat zu betrachten).
    Es ist nicht zwingend notwendig seine AGB prüfen zu lassen aber es schadet sicherlich nicht. Du solltest Dir bei solchen Fragestellungen auch evtl. kostengünstigen Rat bei Deiner IHK holen können. Gerade für Existenzgründer gibt es in vielen Städten gute Informationsangebote.
     
    Zuletzt bearbeitet: 17. Mai 2006
  9. Goldmember

    Goldmember Erfahrener Benutzer

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    AW: Bedingungen für Online-Verkauf

    Alles klar. Danke erstmal. Ich werde mich mal informieren.

    Brauche ich ein Vertragsformular, dass der Kunde unterschrieben zurückfaxen oder schicken muss, oder reicht ein Onlineformular mit dem Hinweis auf die AGB und das Widerrufsrecht? Also dass der Kunde erst bestellen kann, wenn er beides angeklickt hat.
     
  10. knuffi

    knuffi New Member

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    AW: Bedingungen für Online-Verkauf

    Hallo,

    wie Heini schon schrieb, sind AGB keine Pflicht. Man sollte sie aber dennoch haben.

    Grund:

    Wenn du keine AGB hast, dann tritt an deren Stelle das BGB. Dieses kann unter umständen für dich schlechter sein. Daher haben eben fast alle Unternehmer AGB.

    Abgemahnt werden kannst du wegen fehlender AGB jedenfalls nicht und falls es doch jemand versucht, dann nimm dir einen Anwalt und du wirst sehen, wie schnell diese Abmahnung wieder vom Tisch ist. :)

    Wie Heini aber auch sagt, ist es zwingend erforderlich, dem Kunden VOR Bestellung auf das Widerrufsrecht hinzuweisen. Genau das ist meist auch ein Grund für ne Abmahnung.

    @Goldmember

    Ich würde mich, da du scheinbar nicht wirklich Ahnung von der MAterie hast, von der IHK oder einem Gründungsbüro helfen lassen und dort die einzelnen Punkte abklären. Das ist jedenfalls deutlich hilfreicher, als wenn dir hier alle etwas anderes erzählen und dieses ggf. weder Hand noch Fuß hat.
     
  11. gill

    gill Erfahrener Benutzer

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    AW: Bedingungen für Online-Verkauf

    Zwingend notwendig ist es nicht, aber empfehlenswert. Kostet Dich zwar ein paar Hundert EUR, aber jede Abmahnung wäre teurer.
     
  12. terrabyte

    terrabyte New Member

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    AW: Bedingungen für Online-Verkauf

    Das Hauptproblem sehe ich in Schadensersatzforderungen... Gerade im Webhostingbereich empfiehlt es sich dringend genau zu prüfen wie weit die Haftung eingeschränkt werden kann. Schadensersatzforderungen deiner Kunden können in die Tausende gehen, selbst wenn er nur einen Euro pro Monat zahlt (das hat damit nichts zu tun)... Bei reinem Webdesign stellt sich das Problem weniger, aber sobald auch Hosting angeboten wird ist es echt verdammt gefährlich.
     
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