Computerrücknahme nach über 7 Monaten für den vollen Preis ?

Dieses Thema im Forum "Smalltalk" wurde erstellt von dienette79, 9. August 2005.

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  1. dienette79

    dienette79 New Member

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    Hallo,

    ich weiß das das nicht so unbedingt in diese Kategorie passt aber ich schreib erstmal trotzdem. Ich habe einen Kunden, der hat einen Rechner bei mir gekauft. Dies ist aber schon 7 oder 8 Monate her, nun soll der Rechner dauernd nicht funktionieren usw. er war auch schon einmal zur Reparatur vor Ort. Ich habe den Rechner danach ein zweitesmal bekommen, Kunde: "der Rechner hängt sich auf und man kann nicht dran arbeiten". Wir hatten den Rechner 1 Woche vorort (kein absturz, kein hänger usw.) wir habe alle möglichen Programme installiert und getestet (Future Mark usw.) nichts der Rechner läuft. Nun ist der Kunde sauer und will den Rechner zurückgeben, er will aber den vollen Preis wieder haben, den er vor Monaten mal bezahlt hat. Nö ist nicht oder wie sieht das aus ? könnt ihr mir dazu was sagen ?

    danke im voraus
    Arne
     
  2. gill

    gill Erfahrener Benutzer

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    Steht dazu nichts in Deinen AGB (Stichworte: Nachbesserung, Minderung etc.)?
     
  3. bouncerdiscount

    bouncerdiscount New Member

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    LOL, ich glaube das geht garnicht. Ist ja nichts defekt. Ich denke mal nicht das da Fehler dran sind doer der User zu blöd ist um ihn zu bedienen. er will nur da sGeld und sich dnan einene besseren kaufen.
     
  4. dienette79

    dienette79 New Member

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    genauso sehe ich das nähmlich auch (kunde will neuen rechner). das komische nur, der kunde arbeitet jeden tag auf arbeit am rechner ;-) (er arbeitet auf dem bau als fahrer)
     
  5. Manikman

    Manikman Eingetragener Provider

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    Hallo,

    den vollen Preis würde ich aucf keinen Fall erstatten.
    Man könnte ja anbieten den gleichen Rechner neu zusammenzubauen.

    Bei vielen Anbietern ist es ja so, dass man bei der 3 Reklamation ein neues Gerät bekommt.
    Wie das bei einem PC aussieht weiss ich nicht.

    Jedoch hatte ich bei einem Kunden diesen Fehler auch schon einmal.
    Im Test (24h) lief er einwandfrei, jedoch im regulären Betrieb stürzte er öfters ab.
    Konnte das zum glück vor Ort überprüfen
     
  6. dienette79

    dienette79 New Member

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    hallo,

    der volle preis wird auch nicht erstattet. ich habe ihm schon angeboten einen neuen (gleichwertigen rechner) ihm zu geben. ich habe ihm auch angeboten, den rechner zum aktuellen verkaufswert zurück zunehmen (will der kunde alles nicht). er hat nun vor zum anwalt zu gehen. toll (solche kunden liebe ich ja)

    gruss
    arne
     
  7. andymag

    andymag New Member

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    Bei aller Liebe zum Kunden, kenne ich solche Fälle auch zur Genüge. Wenn man dann nach bestem wissen und Gewissen den Rechner geprüft hat, und der ist in Ordung, dann ist doch die Sache ganz eindeutig. Dann liegt es an etwas anderem (kommt häufig vor, dass ein Gerät, dass man nie in der Werkstatt gesehen hat, das eigentliche Problem verursacht) oder der Kunde will wirklich nur besch***en.
    Den Rechner an den Kunden geben, es steht ihm ja frei, ein Gutachten einzuholen. Was man natürlich im Endeffekt dann bezahlen müsste, wenn man nicht ordentlich geprüft hätte, aber davor muss man ja keine Angst haben, wenn man genau das getan hat.

    Im Übrigen ist nach 6 Monaten fraglich, ob überhaupt noch ein Gewährleistungsanspruch existiert, dass sich der Anspruch nach 6 Monaten in der Grundlage ändert, ist ja Allgemeingut...
     
  8. dienette79

    dienette79 New Member

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    hallo,

    ich habe ihm auch angeboten, das er zu einem anderen compterfachgeschäft gehen soll und dort den rechner dann mal testen läßt. wenn der rechner doch irgend welche fehler hat, die ich nicht gefunden bzw. finden konnte da ein anschlussgerät fehlte was den fehler verursacht, bin ich bereit gern die ganze sachen zu bezahlen. aber so nicht. da bin ich dem kunden doch schon ganz schön dolle entgegen gekommen oder ist das immernoch zu wenig ?

    gruss
    arne
     
  9. G.Röhrmann

    G.Röhrmann Eingetragener Provider

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    also meiner Meinung nach solltest du deinem Kunden das Geld zurückzahlen. ordentlich verzinst natürlich, und als kleine Entschädigung für die Unannehmlichkeiten, finanzierst du ihm noch einen 14-tägigen Familienurlaub in der Toscana (all-inkl)

    Gruß

    Gerhard
     
  10. [netcup] Felix

    [netcup] Felix Eingetragener Provider

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    Was ist daran so schwer? Sage dem Kunden das ihr wirklich keinen Fehler finden konntet. Wenn er euch nicht glaub soll er ein Gutachten bei einem Fachmann machen lassen. Einer von euch beiden hat dann Pech gehabt...

    Danach kann man notfalls noch vor's Gericht ziehen wenn das ein Rechner Wert ist...

    Beste Grüße

    F. Preuß
     
  11. Angeldust

    Angeldust Guest

    is ne masche die immer moderner wird. vollerpreis nach
    7-8 monaten, ja ne is klar. er hatte ihn ja nie benützt,
    nie in gebrauch gehabt und kratzer hat er auch nich -
    richtig? lass dich nich verarschen.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 9. August 2005
  12. RoMo

    RoMo Erfahrener Benutzer

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    7 monate nach kauf gilt ja die beweislastsumkehr. der kunde muss dir also nachweisen dass das gerät schon beim kauf defekt war (soll er mal).

    => abwarten oder anwalt konsultieren

    gruß
     
  13. Angeldust

    Angeldust Guest

    wenn ihr gewonnen habt, mal mit'n anwalt über
    ne gegenanzeige, wegen betrug,... nachdenken.


    ich kenn so schwachsinns seiten wo sich leute
    über's obezahn im büro unterhalten und
    austauschen. könnt mir gut vorstellen sowas
    ähnliches gibt's auch in diesem fall. vielleicht
    hat da ja jemand einen link, so zum nachwürzen.

    is irgenwie immer die selbe nummer.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 9. August 2005
  14. stani

    stani Eingetragener Provider

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    Dass stimmt glaube ich nicht. Ich meine vor ein paar Tagen irgendwo gelesen zu haben dass es erst ab 12 Monaten der Fall ist.

    edit: ach genau, bei Atelco als ich mir meinen neuen Rechner zusammengestellt habe.
     
  15. andymag

    andymag New Member

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    Immer wieder schön, was es so zu lesen gibt...
    Es sind aber trotzdem 6 Monate.

    Eigentlich ist das ganze noch interessanter, weil erst mal gar keine "Haltbarkeit" bei einem Artikel über einen gewissen Zeitraum gewährleistet werden muss. Es wird nur vorgeschrieben, dass der Artikel zum Zeitpunkt des Gefahrenübergangs ohne Mangel ist.
    Innerhalb der ersten 6 monate nach Kauf wird einfach nur vermutet, dass der Mangel dann schon bei Gefahrenübergang (meist Übergabe) vorhanden war. Aber hier kann der Händler auch Gegenteiliges nachweisen, dann hat sich das ganze. Nach 6 Monaten hingegen muss das der Käufer nachweisen, nach 2 Jahren dann endet die Möglichkeit für den Endverbraucher, Mängel geltend zu machen.
    Alles andere ist einfach keine gesetzliche Gewährleistung, sondern irgendwas anderes, solls ja auch noch geben (spezielle Gewährleistungen, Baugewerbe, Garantien etcpp.)

    Ruhige Woche Euch
     
  16. AWS24

    AWS24 New Member

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    Gewährleistungsrecht

    Das nicht nur sachlicher sondern auch rechtlicher Unsinn. Hier ist nichts fraglich. Selbstverständlich hat der Kunde auch nach 6 Monaten einen Gewährleistungsanspruch.

    Die Gewährleistungsrechte sind gesetzlich geregelt. Seit 2002 gilt:
    Wer ein Produkt verkauft, haftet gegenüber dem Käufer zwei Jahre für auftretende Mängel. Das gilt auch für Reparaturen.

    Der Kunde hat das Recht auf Nachbesserung, Nachlieferung, Minderung, Rücktritt (voller Kaufpreis zurück) und Schadens- oder Aufwendungsersatz.

    Tritt der Mangel während der ersten 6 Monate nach dem Kauf ein, muss der Händler (und nicht der Kunde) nachweisen, dass das Produkt beim Verkauf/ Gefahrenübergang fehlerfrei war. In den folgenden 18 Monaten muss bei einem aufgetretenen Fehler der Kunde nachweisen, dass der Defekt bereits beim Kauf vorhanden war. Das ist meistens jedoch extrem schwierig.

    Hier kann sich der Verkäufer idR "zurücklehen" und den Kunden "kommen lassen". Dieser ist nunmehr in der Beweispflicht und muss evtl. durch Gutachten etc. den Beweis der Mangelhaftigkeit während des Gefahrüberganges erbringen. Ist der der Beweis aber erbracht, hat der Kunde nach wie vor das Recht auf Nachbesserung, Nachlieferung, Minderung, Rücktritt (voller Kaufpreis zurück) und Schadens- oder Aufwendungsersatz.

    Also auch hier, sofern das Produkt beim Gefahrübergang fehlerbehaftet war:
    Voller Kaufpreis und zusätzlich die u.U. entstandenen Gutachter-, Anwalts- und Gerichtskosten. Davon kann man halten was man will, dennoch ist es das geltende Recht.

    Gruß
    Armin Wensky
     
  17. Angeldust

    Angeldust Guest

    hat jemand den ort der handlung genannt ?

    hatte das teil eigentlich einen schaden ?

    das beschriebene is ein bedienungsfehler - mehr nich.
    da reicht schon spyware oder sonst n scheiss.
    die surfgewohnheiten des kunden kritisieren und
    ähnliches wäre wohl angebracht. ich würd dazu raten
    dem kunden die sache so unangenehm wie möglich
    zu machen.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 9. August 2005
  18. andymag

    andymag New Member

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    GEÄNDERT, um weitern Missverständnissen vorzubeugen:
    Kein Mangel bei Gefahrenübergang -> kein Anspruch aus der Gewährleistung.. und genau das ist nach Ablauf der 6 Monate die Grundvermutung, die es erstmal zu widerlegen gilt, der Anspruch ist also fraglich. Nur die Anspruchsgrundlage ändert sich tatsächlich nicht, das bleibt immer der Mangel bei Übergang. Gemeint war da natürlich die Beweispflicht für den Mangel bei Übergang, um einen Anspruch ableiten zu können (was in der praxis aber meist aufs selbe hinaus läuft).
    Aber das war ja auch schon in dem Artikel von mir genau nachzulesen, der sich genau vor dem Runtermachspruch findet...

    Natürlich läuft die Gewährleistung über 2 Jahre, unter "Gewährleistungsanspruch" wollte ich nur einen Anspruch, der aus der Gewährleistung hergeleitet wird, verstanden wissen.
    (Was ja auch der Sprachgebrauch ist, kaum jemand meint ja damit das Recht, Mängel bei der Übergabe beweisen zu dürfen, sondern eben das Recht auf Leistungen aus der Gewährleistungsregelung - wie eben den Anspruch auf Mangelbeseitigung. ;))
     
  19. AWS24

    AWS24 New Member

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    Ich mache es mal ganz kurz, damit das Wesentliche nicht durch "Nebenkriegsschauplätze" aus den Augen verloren wird.

    Den Weg gehe ich mit, so sehe ich es auch, im Übrigen war es nicht als "Runtermachspruch" gedacht, Entschuldigung.

    Ich möchte aber noch anmerken, dass ich nichts darüber ausgesagt habe, ob hier konkret ein Gewährleistungsfall vorliegt. Ich habe auch hier zumindest Zweifel. Wenn die Komponenten und die Software OK waren, dürfte der Händler seine Pflicht, dem Kunden ein mangelfreies Produkt von mittlerer Art und Güte zu übergeben, erfüllt haben.

    Wie schon oben gesagt, der Kunde ist nun am Zug.
     
  20. [netcup] Felix

    [netcup] Felix Eingetragener Provider

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    Also der Unterschied zwischen Garantie und Gewährleistungspflicht wurde schon hier mehrmals ausdiskutiert. Wenn's interessiert kann's ja mal durchlesen.

    Beste Grüße

    F. Preuß
     
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