Der Betrüger & die erfreuliche Einstellung des Strafverfahrens

Dieses Thema im Forum "Smalltalk" wurde erstellt von EloKoN, 12. Juli 2012.

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  1. EloKoN

    EloKoN Member

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    Dieser Beitrag stammt von mir und darf ohne meine Erlaubnis überall verbeitet werden. Das ist natürlich keine Rechtsberatung, sondern soll allgemein zum Nachdenken anregen und bestimmte Dinge erklären.

    Er liegt hier als PDF vor, reinkopieren kann ich es leider nicht richtig, das sieht abscheulich aus *g*

    http://www.zmx.at/der_betrueger.pdf
     
  2. Content

    Content Member

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    AW: Der Betrüger & die erfreuliche Einstellung des Strafverfahrens

    Hallo EloKoN,

    Ich möchte mich einmal Persönlich bei dir bedanken. Vielen Dank für deine Mühe.
     
  3. webhodnetworks

    webhodnetworks Eingetragener Provider

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    AW: Der Betrüger & die erfreuliche Einstellung des Strafverfahrens

    Sehr nett und passend geschrieben! Danke dir!
     
  4. EloKoN

    EloKoN Member

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    AW: Der Betrüger & die erfreuliche Einstellung des Strafverfahrens

    Gern :) Werde es auch dann erweitern.
     
  5. [netcup] Felix

    [netcup] Felix Eingetragener Provider

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    AW: Der Betrüger & die erfreuliche Einstellung des Strafverfahrens

    Schaut sehr gut aus. Ich bin auf die Vorlage für den Widerspruch gegen die Einstellung des Strafverfahrens seitens der Staatsanwaltschaft gespannt.

    Übrigens, wir verschicken jetzt konsequent Strafanzeigen gegen Betrüger. Gerade Personen die mehreres auf dem Stecken haben, werden in der Regel erfolgreich verurteilt. Wenn also alle mitmachen, solltes es bald ein paar "Webhostingnomaden" weniger geben.
     
  6. EloKoN

    EloKoN Member

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    AW: Der Betrüger & die erfreuliche Einstellung des Strafverfahrens

    Jap. Man sollte nie aufgeben.

    Ein ganz lustiger Typ - aber ich glaube, das nehme ich die Fortsetzung rein, ich musste lachen *g*
     
  7. surfplanet

    surfplanet Eingetragener Provider

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    AW: Der Betrüger & die erfreuliche Einstellung des Strafverfahrens

    @all,

    anstatt sich über Betrüger, Staatsanwälte, etc. aufzuregen sollten alle ihre Dienstleistungen NUR gegen Vorkasse anbieten.
    Alternativ im Kleingeschäft Paypal oder Sofortüberweisung nutzen.
    Kunden gehen dadurch mit Sicherheit keine verloren, die, welche sich über Vorkasse aufregen würden sowieso nicht zahlen.
    Die Staatsanwaltschaft stellt grundsätzlich alle Kleinkramverfahren gegen Beschuldigte ein, bei denen kein Geld zu holen ist.
    Das nennt sich öffentliches Interesse und dient dazu die Staatskasse nicht unnötig zu belasten, was sollte auch mit dem Kleinbetrüger gemacht werden ? Geldstrafe?? kann der sowieso nicht zahlen, lebt ja von Hartz-IV und hat schon die EV, würde den Staat also nur Geld kosten.

    Gruß,
    Elmar
     
  8. Inet

    Inet Erfahrener Benutzer

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    AW: Der Betrüger & die erfreuliche Einstellung des Strafverfahrens

    Das ist etwas einseitig betrachtet.
    Weder die Staatsanwaltschaften, noch die Gerichte sind Erfüllungsgehilfen geschäftlich nur bedingt tauglicher Webhoster.
    Wer die einfachsten Grundsätze des Handels, Quid pro quo nicht verinnerlicht sollte evtl. eine Karriere jenseits der Selbständigkeit in Betracht ziehen.
    Ihr bietet gegen Entgelt eine Leistung an.
    Dann macht auch genau das.

    Wer immer wieder auf die Webhostingnomaden reinfällt sollte den Fehler auch bei sich suchen.
    Heute gibt es so viele Zahlungsmöglichkeiten die einen wirtschaftlichen Betrieb vollkommen automatisiert ermöglichen.
    Als ich seinerzeit einen Webshop betrieb gab es nur Überweisung und Bankeinzug. Irgenwann war die Quote von Rückbelastungen bei 40%. Das habe ich seinerzeit auch immer zur Anzeige gebracht, zumal mir wirtschaftlich in der Tat ein großer Schaden entstanden ist.Wurde ausnahmslos alles eingestellt.

    Ich möchte nicht wissen wieviele "richtigen" Strafverfahren nicht, oder nicht angemessen, bearbeitet werden weil Webhoster XY immer wieder von der Staatsanwaltschaft fordert seinen nicht zahlenden Kunden zu verfolgen weil dieser noch 7,99 auf dem Deckel stehen hat. Nur weil er nicht bereit ist grundlegende Verhaltensweisen des Handels zu beachten.

    Yepp, ich weiß. Ist eine Sache des Prinzip.
    Aber prinzipiell gehört die Kirche immer noch in die Dorfmitte.
     
  9. EloKoN

    EloKoN Member

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    AW: Der Betrüger & die erfreuliche Einstellung des Strafverfahrens

    @Inet:

    Es muss nicht einmal eine Sache des Prinzips sein. Es ist eine Sache des Rechtes. 90 % aller Verfahrenseinstellungen sind rechtswidrig, sie dürfen nicht eingestellt werden.

    Das Strafgesetzbuch normiert bestimmte Handlungen als widerrechtlich und bedroht sie mit Strafe. Stellt man dann beispielsweise Verfahren wegen Betruges, Beleidigung und sogar wegen Körperverletzung (auch das wird eingestellt) ein, ergeben sich daraus grundgesetzliche Probleme - schon wegen dem Anspruch auf Gleichbehandlung.

    Genau genommen darf deswegen niemand mehr verurteilt werden, wenn er jemanden um 20 Euro betrügt.

    Was wir hier haben, ist Willkür und genau das ist in einem Rechtsstaate verboten.

    Früher war es völlig normal, etwas auf Rechnung zu liefern. Es war selten, dass jemand seine Rechnung absichtlich nicht bezahlt hat: "Das waren Betrüger". Heutzutage ist Betrug ein Volkssport. Es ist nicht mehr undenkbar, dass jemand seine Rechnung nicht bezahlt, sondern im Webhostingbereich sogar undenkbar, dass sie bezahlt wird.

    Dieses Verhalten durch Staatsanwaltschaften schädigt nachhaltig und dabei auch noch vorsätzlich das Strafrechtssystem. Das StGB ist wie gesagt eben dafür da, um legale Handlungen von illegalen klar abzugrenzen.

    Es muss also genauso Beleidigung verfolgt werden. Das öffentliche Interesse ergibt sich schon daraus, dass es den Gleichberechtigungsgrundsatz gibt - sonst würde man demnächst Mordverfahren einstellen (darauf warte ich ja nur noch), weil ein Obdachloser ermordet wurde und das öffentliche Interesse nicht vorhanden sei (de facto interessiert es nämlich niemanden).
     
  10. cortex-on

    cortex-on New Member

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    AW: Der Betrüger & die erfreuliche Einstellung des Strafverfahrens

    Ich bitte darum die Sache differenzierter zu betrachten und nicht jeden Kunde als Betrüger zu degradieren.
     
  11. EloKoN

    EloKoN Member

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    AW: Der Betrüger & die erfreuliche Einstellung des Strafverfahrens

    Bitte lassen Sie solche unqualifizierten Beiträge, denn es ist logisch, was damit gemeint ist.
     
  12. Inet

    Inet Erfahrener Benutzer

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    AW: Der Betrüger & die erfreuliche Einstellung des Strafverfahrens

    @ EloKoN

    ich weiß nicht wie du darauf kommst (woher du deine Zahlen beziehst), dass 90 % aller Verfahrenseinstellungen rechtswidrig seien, doch überspannst du den Bogen wenn du das nichtbezahlen von Rechnungen mit dem ermorden eines Obdachlosen gleichstellst.

    Zum Betrug bedarf es eines Vorsatzes. Kannst du den in 100% der Fälle nachweisen ?
    Kannst du nicht. Also ist jede Betrugsanzeige die du erstattest potentiell eine falsche Verdächtigung.

    Aber auch darum geht es nicht.
    Vielmehr geht es im die Verhältnismäßigkeit der Mittel.

    Es ist in deinem Interesse dass deine Leistungen vergütet werden.
    Nach eigenen Angaben gehst du davon aus, dass es undenkbar ist, dass Rechnungen im nachhinein bezahlt werden.
    Und der einzige der dem Abhilfe schaffen kann bist du. Es gibt zahlreiche Paymentanbieter deren Schnittstellen ohne großen Aufwand in ein Bestellsystem integriert werden können.

    Ob du das nicht kannst oder nicht willst bleibt dahingestellt.
    Fest steht, dass du dich durch deine Verweigerungshaltung einer erhöhten Gefahr aussetzt "betrogen" zu werden.

    Das einbinden solcher Schnittstellen ist evtl. ein Aufwand von 2 oder 3 Stunden.
    Stattdessen erwartest du, dass Staatsanwaltschaft, Kripo und Justiz ein vielfaches an Zeit aufwenden weil du deine Interessen nicht wahrnimmst.

    Und zumindest hier in NRW hat die Staatsanwaltschaft keine Zeit für sowas.
    Die sind mit dem Import von CD`s aus der Schweiz beschäftigt.
     
  13. hartmann99

    hartmann99 New Member

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    AW: Der Betrüger & die erfreuliche Einstellung des Strafverfahrens

    Hallo,

    ein erfahrener Webhoster kennt seine Rücklastquote und hat diese bereits in seinen Produkten einkalkuliert.
    Zahlungsausfälle gibt es in jedem Business nicht nur bei Webhostern.

    Gruss
    Klaus
     
  14. Elradon

    Elradon New Member

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    AW: Der Betrüger & die erfreuliche Einstellung des Strafverfahrens

    Ich würde annehmen, dass der Betrüger nicht nur seinen Webhoster betrügt, sondern auch weitere Mitmenschen. Jedes Mal, wenn er ohne Bestrafung davon kommt oder wenn er sogar merkt, dass das Verfahren einfach eingestellt wird, ist das für ihn ein Zuspruch: Mach weiter illegale Dinge.

    Es mag sinnvoll sein auf Prepaid umzusteigen, klar. Aber das Recht darf dem Unrecht nicht weichen: nur, weil oft betrogen wird, sollen die Rechtschaffenden sich überlegen, wie sie sich anders verhalten können, sollen von "auf Rechnung" zu Paypal wechseln und damit auch den ordentlichen Kunden die Möglichkeit dieser Zahlungsart nehmen? Die Gesellschaft soll leiden, weil es da einige gibt, die Scheiße bauen? Nicht überzeugend.
     
  15. EloKoN

    EloKoN Member

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    AW: Der Betrüger & die erfreuliche Einstellung des Strafverfahrens

    @Inet:

    Wie ich darauf komme? Weil es geltendes Recht ist, ganz einfach.

    Du hast die Grundsätze des Strafrechts und eines demokratischen Staates nicht verstanden, sonst würdest Du so etwas gar nicht schreiben.

    Zudem geht es in diesem Thema eben darum, zu verhindern, dass es überhaupt so weit kommt. Und kommt es einmal so weit - und das passiert im Geschäftsleben - erkläre ich, wie & was.

    Bitte zitiere diese Stelle mal, ich kann mich nicht an eine solche Aussage erinnern.

    Ich selbst muss gar nichts nachweisen. Zudem geht es hier nicht um 100 % aller Fälle, sondern es geht hier um den Einzelfall.

    Und: Wenn ein Verfahren auf Grund von geringer Schuld eingestellt wurde, erkennt ja die Staatsanwaltschaft selbst bereits an, dass wohl ein erhärteter Tatverdacht besteht.

    Es geht hier nicht um mich, sondern allgemein um Webhoster. Es ist schon ewig nicht mehr möglich, irgendetwas ohne Vorkasse bei mir zu erhalten.

    Das sieht de facto so aus, da kann ich Dir Recht geben. Aber nirgends im deutschen Recht steht, dass das Legalitätsprinzip aufgehoben wird, wenn die Staatsanwaltschaft keine Lust/Zeit hat.

    Weiterhin

    Es ist wohl klar, dass kaum ein Webhoster es herausfordert, jemanden anzeigen zu müssen. Man hat dafür normalerweise keine Zeit und kümmert sich lieber um die echten Kunden.

    Doch auch geschieht es beispielsweise bei PayPal-Zahlungen, dass der gute Mann einfach eine Kreditkartenrückbuchung hat.

    Ich finde es nicht verwerflich, dass man dann überlegt, wie genau man dagegen vorgehen kann. Denn der Staat ist verpflichtet, dagegen vorzugehen.

    Vielmehr finde ich verwerflich, wenn man behauptet, man würde die Staatsanwaltschaften unnötig belasten. Das hat uns weder rechtlich zu interessieren, noch ist es unser Problem, denn dieses Problem hat der Staat selbst geschaffen.

    Ich erinnere nur an die ganzen Abo-Fallen oder Abmahn-Anwälte. Glaubtest Du nicht? Ist aber so, auch diese Verfahren wurden und werden teilweise eingestellt - durch irgendwelche Gründe. Eindeutige Beweise die vorliegen, werden ignoriert.

    Wir haben jedes Jahr einen zweistelligen Milliardenschaden durch Wirtschaftskriminalität. Und alles beginnt im Kleinen, das Übel kommt langsam.
     
    Zuletzt bearbeitet: 17. Juli 2012
  16. Inet

    Inet Erfahrener Benutzer

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    AW: Der Betrüger & die erfreuliche Einstellung des Strafverfahrens

    Ist es denn überzeugend das der Steuerzahler dafür aufkommen soll das du nicht bereit bist dein Geschäft zeitgemäß zu betreiben ? Wieviel Steuergeld allein die Bearbeitung eines entsprechenden Strafantrages kostet.

    Schon allein die Ökomomie des eigenen Handelns sollte einem doch nahelegen den Aufwand pro Kunde zu minimieren.

    Kunde bestellt -> wird weitergeleitet zum Zahlungsanbieter seiner Wahl -> Zahlung wird bestätigt (erhält Rechnung) -> Dienstleistung wird erbracht.
    VS
    Kunde bestellt -> erhält Rechnung -> Dienstleistung wird erbracht -> Zahlungseingang prüfen -> Zahlungseingang prüfen -> Kunde mahnen -> Zahlungseingang prüfen -> Kunde mahnen -> Zahlungseingang prüfen -> Vorgang zum Inkasso geben -> Zahlungseingang abwarten -> Vorgang an die Staatsanwaltschaft geben -> Forderung ausbuchen.

    Ein richtiger Betrüger betrügt keinen Webhoster. Betrüger sind in erster Linie an Geld, nicht an Webspace interessiert.
     
  17. Mr. Brain

    Mr. Brain Erfahrener Benutzer

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    AW: Der Betrüger & die erfreuliche Einstellung des Strafverfahrens

    Wenn man der Sollversteuerung unterliegt, dann zahlt man erst mal Steuern, auch wenn man kein Geld vom Betrüger bekommen hat. Somit zahlt nicht allein der allgemeine Steuerzahler, sondern auch derjenige, welche betrogen wurde vorab an den Staat.
     
  18. Inet

    Inet Erfahrener Benutzer

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    AW: Der Betrüger & die erfreuliche Einstellung des Strafverfahrens

    Da gehen unsere Meinungen auseinander. Oder hast du den Eindruck ich plädiere dafür die Strafverfolgung einzustellen ?
    Doch auch im Hinblick auf die hehren Ziele unseres demokratischen Staates und seiner (teilweise fragwürdigen) Auslegung der eigenen Gesetze lege ich doch auch Wert darauf den Blick für die Realität nicht zu verlieren.

    Wer es "potentiellen Betrügern" so leicht macht zu betrügen sollte sich wundern wenn genau das passiert.
    Wer seine eingene Sorgfaltspflicht nicht ernst nimmt wird auch von anderen nicht ernst genommen.

    Die Gerichte sind in hohem Maße überlastet. Weil eben jeder der Meinung ist das "sein Fall" so wichtig ist, dass er unbedingt sofort und mit aller Macht verfolgt werden muss.
    Da kann es dann wirklich passieren das ein schweres Verbrechen nicht adäquat verfolgt wird, weil die Justiz mit irgendwelchen Eierdieben zu gange ist.
    Der ein oder andere scheint ja förmlich drauf zu warten.

    Mir ist ein Fall bekannt wo jemand überfallen und lebensbedrohlich verletzt wurde. Fast 4 Jahre hat es gedauert bis der Täter verurteilt wurde, weil das Amtsgericht keine Termine frei hatte.
     
  19. EloKoN

    EloKoN Member

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    AW: Der Betrüger & die erfreuliche Einstellung des Strafverfahrens

    Dann hast Du meinen letzten Beitrag nicht gelesen.

    Es wird immer mal passieren, dass man betrogen wird. Das liegt schon einfach daran, dass man nicht 8 h pro Kunde Zeit hat um 100 % zu prüfen, ob alles in Ordnung ist. Ich werde kaum eine Bonitätsprüfung und was weiß ich noch machen, wenn ein Kunde seine 100-Euro-Rechnung über PayPal bezahlen möchte und anschließend eine Kreditkartenrückbuchung macht.

    Und der Steuerzahler, das sind wir.

    Setze Dich bitte mit dem Grundgesetz und dem Strafrecht auseinander, denn darum geht es hier. So einfach ist dieses Thema nicht, da es grundlegende rechtliche Kenntnisse benötigt.

    Also wiegen die Kosten höher als die rechtliche Verpflichtung, Straftaten zu erzeugen? Geld vor Bundesrecht?

    Zudem ist Betrug ein von Amts wegen her zu verfolgendes Delikt und kein Antragsdelikt. Und das hat einen Grund, weil es eben nicht ein unerhebliches Delikt wie z. B. Beleidigung ist. Man hat sich dabei schon etwas gedacht, dass man die deutschen Staatsanwaltschaften rechtlich verpflichtet ein Ermittlungsverfahren einzuleiten und anzuklagen, wenn der Verdacht auf ein Betrugsdelikt besteht.

    Das liegt an der Einstellungspraxis. Dadurch sinken die Statistiken und plötzlich kann man Plätze abbauen.

    Bitte lies dir mal Artikel zum Legalitätsprinzip durch, zum Opportunitätsprinzip und zu den Grundsätzen in dubio pro reo und in dubio pro duriore, sowie Art. 3 des GG.
     
    Zuletzt bearbeitet: 17. Juli 2012
  20. [netcup] Felix

    [netcup] Felix Eingetragener Provider

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    AW: Der Betrüger & die erfreuliche Einstellung des Strafverfahrens

    Mit dem was wir an Steuern zahlen, könnten wir mehrere Staatsanwälte in Vollzeit anstellen. Von daher halte ich es für durchaus angebracht, dass jede Straftat verfolgt wird. Letzendlich dient dieses dem Wohl der Allgemeinheit.
     
    Zuletzt bearbeitet: 17. Juli 2012
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