DNSserver mit variablen IPs möglich?

Dieses Thema im Forum "Technik-Smalltalk" wurde erstellt von luckylemontree, 18. April 2013.

  1. luckylemontree

    luckylemontree Erfahrener Benutzer

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    Hallo Leute... DNSserver brauchen ja nicht die Welt an Bandbreite. Könnte man diese auch an variablen IPs betreiben?
    Als Beispiel.
    1. Man hat einen Server im Rechenzentrum stehen. (feste IP)
    2. Man hat als Secondary den vom Domainregistraren (feste IP)
    3. Könnte man als 3rd einen Server betreiben an einer Adresse alá "myhomeserver.dyndns.com" wobei der ISP z.B. Telekom oder Unitymedia mit variablen IPs ist?

    Technisch sollte soetwas ja möglich sein, oder? Könnte man evtl. sogar alle 3Nameserver an DSL- und Kabelanschlüssen betreiben? Wenn ja, wieviel hält so eine Konstruktion aus? ;-) Ich denke das so ein Szenario nicht wirklich sinnvoll ist, aber es geht um die technische Umsetzung...

    luckylemontree
     
  2. NK

    NK Eingetragener Provider

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    AW: DNSserver mit variablen IPs möglich?

    Technisch kein Problem, aufgrund des DNS Caching aber nicht sinnvoll.
     
  3. qnsupport2

    qnsupport2 Erfahrener Benutzer

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    AW: DNSserver mit variablen IPs möglich?

    Die Bandbreite wird für dich nicht das Problem sein, aber die Latenz. Wenn du deine DNS-Server an Schrottanschlüssen betreibst, leidet darunter die Aufrufgeschwindigkeit aller deiner Anwendungen. Der Betrieb hinter dynamischen Hostnamen bietet dir zudem überhaupt keine Vorteile, wenn du bereits zwei Nameserver mit festen IP-Adressen betreibst. Hat sich die IP-Adresse des dritten Nameservern nämlich zufällig dann geändert, wenn gerade eine Abfrage stattfindet, findet _überhaupt keine Auflösung_ statt. Das DNS sieht kein Failover vor. Entweder der gerade abgefragte Nameserver reagiert oder er tut es nicht.

    Konzentriere deine DNS Server also lieber auf eine wesentliche und bodenständige Konfiguration und lasse jede Unsicherheit außen vor. Von deiner Konfiguration rate ich dringend ab. Zwei Nameserver reichen für deine Verhältnisse sicher völlig aus. Alles darüber hinaus hat andere Hintergründe.

    Die technische Umsetzung ist nicht der Rede wert, solange Port 53 nach außen offen ist.
     
  4. cosimo

    cosimo Eingetragener Provider

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    AW: DNSserver mit variablen IPs möglich?

    <OT>
    Das stimmt nicht. Ich habe gerade mal 3 von 4 Nameservern in der Firewall gesperrt und in einem dig +trace auf eine Domain die auf den Nameservern liegt sieht man das alle Nameserver abgefragt werden bis einer antwortet. Prüfen kann man das mit tcpdump.

    </OT>
     
  5. DjGL

    DjGL Eingetragener Provider

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    AW: DNSserver mit variablen IPs möglich?

    Technisch ist das sehr wohl möglich.
    Praktisch gesehen sehr fragwürdig.

    Korrekt. Würd ja sonst auch absolut sinnlos sein.
    Wofür brauch ich denn sonst mehrere Nameserver wenn man dann trotzdem die Hälfte der Anfragenden im Nirvana verliert wenn ein Nameserver ausfällt.

    Viel eher stellt sich wie gesagt einfach die Frage der Sinnhaftigkeit des Vorhabens.
    Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass 2 halbwegs brauchbare Server in nem Rechenzentrum zugleich ausfallen (wenn sie noch dazu wohl vermutlich nicht im selben Rechenzentrum stehen) und ist es dann gerechtfertigt dafür in Kauf zu nehmen dass stattdessen ein Drittel ALLER Requests (nicht nur derjenigen die passieren wenn die zwei vorherigen Nameserver ausfallen, was bei RoundRobin de facto in der Regel passieren wird denn es gibt keine Priorisierung zwischen den Nameservern) mit wesentlich höherer Latenz durchgeführt werden?

    MFG
     
    Zuletzt bearbeitet: 19. April 2013
  6. qnsupport2

    qnsupport2 Erfahrener Benutzer

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    AW: DNSserver mit variablen IPs möglich?

    dig ist eine Implementierung der Namensauflösung. Es gibt andere Implementierungen mit dem wunderbaren Ergebnis, dass nach dem ersten Fehlschlag sofort aufgegeben wird. Auch wenn ich zugeben muss, dass das schon fast exotisch ist. Ich habe den Ärger gehabt.

    Ich gebe dir insofern recht, dass es in der Regel funktioniert. Allerdings ist das clientabhängig und hat mit dem Protokoll DNS nichts zu tun. Die Aussage, dass allgemein der nächste Nameserver abgefragt wird, wenn der erste nicht antwortet, ist zu optimistisch.
     
  7. cosimo

    cosimo Eingetragener Provider

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    AW: DNSserver mit variablen IPs möglich?

    Deswegen habe ich ja <ot> davorgeschrieben.
    Allerdings kann man denke ich schon davon ausgehen, dass die überwiegende Mehrheit der Systeme mit dem Failovermechanismus arbeitet.

    Allerdings stimme ich dir zu, das ein 3. DNS an einer DSL Leitung das ganze verkompliziert und aufgrund der Latenz und Anbindung (dynip) sicher nciht geeignet ist um produktiv zu arbeiten.
     
  8. qnsupport2

    qnsupport2 Erfahrener Benutzer

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    AW: DNSserver mit variablen IPs möglich?

    Dein Beitrag war schon richtig. Man geht hier halt von einer idealisierten, RFC-konformen Systemlandschaft aus - das sollte die Zielsetzung aller Beteiligten sein (ein anderes schönes Beispiel für "wie es sein sollte; wie es ist" ist die verwendete IP-Range von hamachi).

    Vielleicht ist das auch ein gutes Argument für den TO, einen dritten DNS gerade nicht an einem DSL Anschluss mit dynamischer Adresszuteilung zu betreiben :).

    Schönes Wochenende
     

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