[ERLEDIGT] Herausforderung für Web-Designer des Jahres!

Dieses Thema im Forum "Webdesign" wurde erstellt von Gast, 9. September 1999.

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  1. Gast

    Gast Guest

    Hallo!

    Ich habe interessiert die Diskussion um den Webdesigner des Monats gelesen. Die Idee finde ich Super, dürfen sich auch Hobbydesigner beteiligen? *s*

    Meiner Meinung nach gehört zu einem guten Design:
    - Volle Funktionalität (Browserkompatibilität)
    - Design (die Optik)
    - Geschwindigkeit (die schönste Seite nutzt nichts, wenn sie endlos lädt)
    - Der Umgang mit dem Kunden (wie wird der Kunde beraten, wie werden seine Wünsche umgesetzt).

    Dazu habe ich folgenden Vorschlag:
    Ich (Hobbydesignerin) habe gerade mit einer Site begonnen, bei der alles stimmen muß. Edles Design, incl. Entwurf des Logo, Browserkompatibilität etc.
    Es geht dabei um eine Araber-Hobbyzucht, die kein Geld abwirft, d.h. es ist auch keine Bezahlung drin. Dem Sieger winkt jedoch eine auffällige Anerkennung auf der ersten Seite, z.B. in der Form: die folgenden Seiten wurden gestaltet von:..... Webdesigner des Jahres 1999 blabalabla. Und das in auffälliger Größe (kann vom Sieger selbst gestaltet werden).
    Das Design muß erst zum Jahresende fertig sein, so daß niemand hetzen muß, sondern wenn mal etwas Luft ist daran arbeiten kann. Es sollten folgende Seiten enthalten sein: Die Startseite, eine Standardseite, ein Gästebuch, die Vorstellung der Pferde (zwei reichen völlig aus). Den Rest mache ich selbst unter Weiterführung des Siegerdesigns.
    Der Kundenkontakt kann über e-mail erfolgen, oder über ICQ und wird ebenfalls bewertet.
    Ich werde mich natürlich selbst am Wettbewerb beteiligen *g*. Das heißt, ich will durch diese Aufgabe keine Arbeit einsparen und hoffe natürlich selbst zu gewinnen *s*.
    Dadurch hätten alle die gleichen Startvorraussetzungen und es würde ein fairer Wettbewerb entstehen. Weiterhin wäre die Seite nicht fiktiv, sondern kann jederzeit als Referenz dienen.
    Unter einer Linksliste der Seite werden alle Designer, die an dem Wettbewerb teilgenommen haben mit ihrer Homepage und den von ihnen entworfenen Seiten zu diesem Wettbewerb zu finden sein.

    Jetzt warte ich erst mal Reaktionen ab und schaue, ob irgend jemand Interesse an der Aufgabe hat. Falls Ja, werde ich mir nähere Gedanken machen und mich bei allen Interessenten melden.

    Liebe Grüße
    Ute Goller
     
  2. Gast

    Gast Guest

    RE: Herausforderung für Web-Designer des Jahres!

    Das Problem ist, dass niemand genau dieses Design wird bewerten koennen. Man kann die Website ja auch unter verschiedenen Gesichtspunkten anschauen, so kann eine Site ausgelegt auf Browserkompatiblitaet niemals wie die Website von Audi mit viel Geblinke, Layermenues und aehnliches aussehen.

    Ich denke nicht, dass es moeglich ist genau EIN super design zu entwerfen. Vielmehr wird es verschiedene Ansaetze dafuer geben.

    Das grosse Problem an Webdesign in Deutschland ist die Qualitaetssicherung und die Unkenntnis der Unternehmen Ihre Websites zu bewerten.

    MfG
    Glenn Kusardi
    www.evoke.de webagentur
     
  3. Gast

    Gast Guest

    Hr. Kusardi

    Hallo Hr. Kusardi!

    Sie haben sicherlich recht, daß es schwierig ist das Design einer Website zu bewerten. Es ist nur möglich, wenn man alle unterschiedlichen Kriterien bewertet und unterschiedlich gewichtet. Auch bewertet jeder eine Site anders. Der eine mag das geblinke, der andere zieht ein gediegenes Design vor. Der dritte schaut hauptsächlich auf die Ladezeit. Deshalb ist es auch wichtig das Design auf die erwartete Zielgruppe abzustimmen.
    Ich denke, daß es nötig ist unterschiedlich zu gewichten und die Sites auch von unterschiedlichem Publikum beurteilen zu lassen. Des weiteren sind genaue Vorgaben erforderlich, z. B. welche Browser sollen unterstützt werden? Welche Auflösungen? Welche Zielgruppe soll angesprochen werden. Es sollte nicht nur von den Benutzern abgestimmt werden, sondern auch die Designer sollten über die Entwürfe diskutieren, was gefällt, was nicht so gut ist. Im Endeffekt sollen alle daraus auch lernen können.

    Natürlich wird es nicht ein Superdesign geben, wie schon gesagt, was dem einen super erscheint, gefällt dem nächsten überhaupt nicht. Aber diese Probleme haben wir überall, wo wir es mit Kunst oder Ästhetik zu tun haben. Dem einen gefällt Picasso, der andere zieht Rembrandt vor.

    Es gibt jedoch auch Kriterien, die objektiv bewertet werden können, z.B. Einhaltung des Pflichtenheftes, Korrektheit des Codes etc.
    Und der Überraschungsteil ist dann die Bewertung der User. Man sollte das alles nicht so ernst sehen, sondern einfach als sportlicher Wettstreit, als Möglichkeit seine Erfahrungen zu erweitern.

    Um ganz ehrlich zu sein, wenn ich sehe, was sich hier im Netz so an Seiten tummelt, bin ich mir gar nicht sicher, ob mir persönlich die Siegerseite gefallen würde. ;-)

    Liebe Grüße
    Ute Goller
     
  4. Gast

    Gast Guest

    RE: Hr. Kusardi

    >dritte schaut hauptsächlich auf die Ladezeit. Deshalb ist es
    >auch wichtig das Design auf die erwartete Zielgruppe

    Wie schon im Usenet ausfuehrlich diskutiert wurde ist das nicht moeglich. Z. B. sitze ich hier gerade an einem Notebook mit einem verdammt schlechtem Display und Opera da Internet uebers Handy nicht unbedingt gut und schnell ist (bin in Holland unterwegs und nutze einen Uni Port). Dadurch surfe ich mit wirklich bescheidenen technischen Vorraussetzungen und das obwohl ich Webdesigner bin und eigentlich nur mit den neuesten Browsern, Monitoren und was weiss ich alles surfen SOLLTE. Zielgruppendefinition ist zumindestens sinnvoll NICHT moeglich auch wenn andere Leute das Gegenteil sagen.

    Ich weiss nicht ob so ein Wettbewerb sooo toll ist, werde mich aber vielleicht daran beteiligen falls ich 1. die Zeit und 2. die Ideen dazu habe.

    MfG
    Glenn Kusardi
    evoke/evogue
     
  5. Gast

    Gast Guest

    RE: Herausforderung für Web-Designer des Jahres!

    Hallo,

    Ute Goller schrieb:

    "Es geht dabei um eine Araber-Hobbyzucht, die kein Geld abwirft, d.h. es ist auch keine Bezahlung drin"

    Ich sehe da ein technisches Problem: Nähere Informationen sind für diese Site unerlässlich. Ebenso Fotomaterial. Wie wäre das zu realisieren? Über einen gemeinsamen Pool im Web? Dann wären die Resultat zumindest vom Basismaterial her vergleichbar.

    D.Jepsen
     
  6. Titus

    Titus New Member

    Registriert seit:
    6. Juni 2000
    Beiträge:
    95
    RE: Hr. Kusardi

    Herr Kusardi,

    bei den meisten Projekten (wozu auch Websites gehören) werden in der Regel vorher Pflichtenhefte erstellt und mit dem Kunden die Zielgruppen vorher abgestimmt. Dazu gehört in diesem Fall auch, daß man sich auf einen gemeinsamen kleinsten Nenner einigt, d.h. mit welchem Brwosern ein einwandfreies Ansehen möglich ist und welche Geschwindigkeit (KB-Größe) jeder Seite haben sollte. Wenn Sie Webdesigner sind sollten Sie das wissen. Wer dann leider nur einen IE3 benutzt hat leider Pech und wird darauf am Anfang der Seite hingewiesen.
    Wenn man allerdings übers Handy surft darf man eh keine besonderen Übertragungsraten erwarten (außerdem kostet das ja ein schweine Geld). Da sollte man sich aufs E-Mail lesen beschränken.
    Mal noch zu Opera : ist zwar nett klein von der Größe aber bisher auch nicht so besonders was anspruchsvolle Seiten angeht. Mal abgesehen davon kostet der Geld.
    Wenn man halt bunte Bilder sehen will, muß man auch anständige Hardware benutzen (oder wie stimmt man das Design mit 1024 * 768 Auflösung auf einem Laptop ab ??)

    Andere Sache : Ich finde die Idee auch nicht so toll, allerdings weil ich sowas schon mal erlebt habe, auch daran teilgenommen habe. Auf der Seite wurde nachher auch der Erzeuger genannt. Allerdings hat die Person, die damals den Wettbewerb ausgeschreiben hatte von der Firma, für die die Seite erstellt wurde eine Menge Geld erhalten.
    Wenn Firmen ins Netz wollen (Werbung kostet in Zeitungen um etliches mehr) dann sollen sie auch für gute Leistungen zahlen (auch wenn es nur Hobbyzucht ist, auch damit kann man reich werden).

    Gruß

    Titus
     
  7. Gast

    Gast Guest

    RE: Hr. Kusardi

    1. Nur in den wenigsten Fällen ist eine sinnvolle Zielgruppendefinition möglich... wie ich afaik schon gesagt habe. Und, nein ich habe das Buch von David Siegel noch nicht gelesen, da ich meiner Meinung eigentlich ziemlich sicher bin.

    2. "Wer dann leider nur einen IE3 benutzt hat leider Pech und wird darauf am Anfang der Seite hingewiesen." Jetzt weiss ich dass nur Sites wie Yahoo und Amazon sehr erfolgreich sind ;-). Im Prinzip kenne ich KEINE Website die man nicht ohne weiteres auch für den IE3 optimieren könnte, mal "hyper"Websites wie audi.de oder "Plugin" Sites wie shockwave.com mal ausgenommen (wobei ich von denen keinesfall ein Fan bin... audi.de finde ich ziemlich gut gemacht, wenn sie auch eine alternative Version für betuchtere Browser anbieten würden).
    Ne mal davon abgesehen, man sollte es jedem Surfer ermöglichen die Website anzuschauen. Egal welchen Browser er benützt. Das kann man ja nicht im vornherein wissen ob ein Neukunde nun mit einem IE5, einem Opera 3.0 oder einem NN3 auf eine Website kommt.

    3. "Wenn man allerdings übers Handy surft darf man eh keine besonderen Übertragungsraten erwarten (außerdem kostet das ja ein schweine Geld). Da sollte man sich aufs E-Mail lesen beschränken." Nun ja... manchmal möchte man eben mal schnell was im Internet nachschauen... das ist durchaus möglich. Die Übertragungsraten sind durchaus hoch genug um Websites anschauen zu können, solange sie auf eine sinnvolle Art geschrieben wurden. Unsere Webseiten sind in der Regel um die 6-20 kb gross... das reicht für die meisten Informationen ohne Bilder aus.

    4. "Mal noch zu Opera : ist zwar nett klein von der Größe aber bisher auch nicht so besonders was anspruchsvolle Seiten angeht. Mal abgesehen davon kostet der Geld." Welcher Browser unterstützt denn am meisten der deklarierten CSS1 Spezifikationen? Richtig, Opera. D. h. gerade Opera ist für anspruchsvolle Websites gedacht, solange diese in korrektem CSS1 und HTML4.0x geschriebn wurden.

    5. "Wenn man halt bunte Bilder sehen will, muß man auch anständige Hardware benutzen (oder wie stimmt man das Design mit 1024 * 768 Auflösung auf einem Laptop ab ??)" Verstehe ich jetzt nicht. Man sollte das Design auf überhaupt gar keine Auflösung abstimmen. Bleibe so flexibel wie möglich... also sollte sich die Breite auch entsprechend dem Browserfenster anpassen und nicht auf eine Auflösung fixiert sein.

    MfG
    Glenn Kusardi
     
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