Grundsatzfragen

Dieses Thema im Forum "Einsteiger" wurde erstellt von MarB, 22. Mai 2006.

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  1. MarB

    MarB Guest

    Hallo,
    ich hätte ein paar allgemeine, grundsätzliche Fragen zu eigenen Servern und dem, was so dazu gehört. Ich gehe davon aus, dass nicht alle Fragen auch dermaßen einfach zu beantworten sind, da es ja verschiedene Anbieter, mit verschiedenen Angeboten gibt, aber mich interessiert dann eher, was so "normal", also Standard ist, um dann beim Betrachten verschiedener Angebote ggfl. auf abweichende Angaben achten zu können.

    Also meine erste Frage ist wohl noch recht simpel: Inwiefern unterscheidet sich ein virtueller Server, von einem dedizierten? Also mir ist schon klar, dass es sich bei letzterem um eine eigenständige Maschine handelt, wogegen das andere lediglich virtuell ist und man sich mit anderen die Hardware teilt. Meine Frage bezieht sich daher eher auf "das Drumherum": Gibt es bei gewöhnlichen Angeboten irgendwelche gravierenden Unterschiede zwischen diesen beiden Systemen, also so in Sachen Support, oder Verwaltung?

    So, jetzt geht's etwas tiefer: Bekommt man (üblicherweise) nur einen Server, und das war's dann, so dass alle Zugriffe direkt über die IP zu erfolgen haben, oder ist es verbreiteter, dass man auch eine (oder mehrere) Domains dazu bekommt? Wenn man Domain(s) erhält, wie wird das dann meist geregelt? Man benötigt ja mindestens 2 autoritative DNS-Server pro Domain. Werden die dann vom Provider (zusätzlich zu dem angemieteten Server) zur Verfügung gestellt, oder ist man praktisch gezwungen sich mindestens zwei Server zu mieten, damit man darauf die DNS-Server betreiben kann? Falls der Anbieter die Server stellt: Wie sind die Möglichkeiten der Konfiguration? Ich persönlich würde z.B. in so einem Falle meine Domain schon gerne absolut kontrollieren, also die Zonenfiles selbst schreiben wollen.

    Der nächste Punkt wäre Mail. Bieten die Anbieter eigener Server einen zentralen Mailserver, der in die MX-Records der angeschlossenen Domains eingetragen werden kann, oder muß man als Kunde selbst einen Mailserver auf dem angemieteten Rechner laufen lassen, wenn man Mails für seine Domain empfangen möchte? Letzteres fände ich ja nicht so gut, da ein zusätzlicher Service (hier SMTP) zum einen einen möglichen Angriffspunkt darstellt und zum anderen bestünde ja grundsätzlich die Gefahr sich seinen Server zu verkonfigurieren und damit nicht mehr in der Lage zu sein darüber Mails zu senden oder gar zu empfangen.


    Hm, das war jetzt ein recht langer Beitrag, das sollte für den Anfang erstmal ausreichen... :)
     
  2. Guin

    Guin New Member

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    AW: Grundsatzfragen

    Eigentlich nicht. Haengt aber stark vom Anbieter ab.

    Ja
    Domains wuerde ich extern Verwalten. Suche dir einen Domainrobot mit Domainbestellung bei einem anderen Anbieter.

    Natuerlich!
     
    Zuletzt bearbeitet: 22. Mai 2006
  3. gill

    gill Erfahrener Benutzer

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    AW: Grundsatzfragen

    Anbieterabhängig, Du kannst in beiden Fällen hervorragenden oder miesen Support bekommen.

    In der Regel bekommt man nur den Server, kann aber dann meist über den Anbieter auch Domains registrieren.

    Wieder anbieterabhängig, in der Regel (gerade im Lowcost-Bereich) wird der Mailserver aber auf der gleichen Maschine betrieben.

    Diese Gefahr besteht aber auch bei allen anderen Diensten. Hat man hier nicht die erforderlichen Kenntnisse ist ein managed Server sicher die bessere Wahl.
     
  4. MarB

    MarB Guest

    AW: Grundsatzfragen

    Ist das ein Anbieter, der lediglich DNS-Server betreibt? Der Begrif ist mir so nämlich kein Begriff (Wikipedia kennt ihn auch nicht)... mich verwirrt etwas das "robot" im Namen.
    Was sind denn da genau die Vorteile?
    Hm, und wie genau funktoniert das denn dann mit den Einträgen für's Reverse Lookup? Da kann doch nur derjenige, der den IP-Block besitzt, also der physiche Serverbetreiber, eintragen.



    Jein... m.E. ist Mail ein Sonderfall: Wenn z.B. ein Web- oder ein Gameserver nicht ordentlich funktioniert, dann wird man dies sicherlich ziemlich schnell mitbekommen, sei es weil man es selbst bemerkt, oder weil Beschwerdemails einteffen. Im Falle von Mail ist es aber so, dass die wenigsten Leute, die ich kenne, sich ständig selbst Mails schicken, einen Ausfall des Mailsservers bekommt man also weniger schnell mit; mal von anderen Fehlkonfigurationen zu schweigen (z.B. offen für Spamversender o.ä.).

    Deshalb habe ich ja gefragt, ob in der Regel ein zusätzlicher Mailserver verfügbar ist.
    Ich bin der Ansicht, nicht jeder muß sich mit der Konfiguration aller Dienste auskennen. Ich selbst habe z.B. bei den meisten Programmen (z.B. bind, apache u.s.w.) keine Probleme sie zu konfigurieren, kenne mich aber absolut nicht mit SMTP-Servern aus. Zu einer Domain gehört jedoch auch ein Mailserver.
     
  5. gill

    gill Erfahrener Benutzer

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    AW: Grundsatzfragen

    Mit ordentlichem Monitoring bekommt man das in der Regel vor Eintreffen der ersten Beschwerdemails mit, egal welcher Dienst sich verabschiedet hat.
     
  6. [netcup] Felix

    [netcup] Felix Eingetragener Provider

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    AW: Grundsatzfragen

    Nochmal zu den vServen: Von diesen rate ich stark ab. Diese sind leider bei den meisten Anbietern überlastet. Wenn dann nehme einen vServer mit zugesicherten Leistungen (nicht prozentual sondern z.B. mit garantierten 256 MB-Ram).

    Die meisten vServerprodukte die man so findet sind meist Augenwischerei um den Kunden das Gefühl zu geben etwas besseres als reinen Webspace zu besitzen. In dem Fall sollte man lieber auf gewöhnlichen gut konfigurierten Webspace zurückgreifen da dieser durchaus schneller ist.

    Mit freundlichen Grüßen

    Felix Preuß
     
  7. matthiasm

    matthiasm Eingetragener Provider

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    AW: Grundsatzfragen

    Mittels eines Domainrobots (i.d.R. ein Webinterface) kann man selbsttätig automatisiert Domains registrieren und verwalten, einige dieser Systeme haben einen DNS-Service bereits integriert, auf den man bei Bedarf zurückgreifen kann. Reverse-Delegation hat mit den Domains erstmal nichts zu tun, hierfür ist der Server-Anbieter verantwortlich bzw. kann man sich im Falle eines eigenen IP-Netzes hierfür einen eigenen/beliebigen Nameserver eintragen lassen (sofern das zugehörige Interface dies unterstützt).

    Wenn der Server-Anbieter ein solches System gleich mit anbietet, wäre der Vorteil alles aus einer Hand zu bekommen, hingegen kann es vorteilhaft sein ein solches System bei einem anderen Anbieter zu beziehen um unabhängiger (bei etwaigen Problemen) zu sein.

    Viele Grüße
    Matthias
     
    Zuletzt bearbeitet: 22. Mai 2006
  8. smartTERRA GmbH Falk

    smartTERRA GmbH Falk Eingetragener Provider

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    AW: Grundsatzfragen

    Hallo,

    die Tatsache, dass Du Dir bei einem vServer die Hardware mit anderen Kunden teilen musst, ist durchaus ein sehr wichtiger Punkt. So kann auch Dein vServer leiden, nur weil ein anderer Amok läuft. Aber von der Administration und Pflege der Systeme eines vServer und Dedicated Servers besteht kein Unterschied - beides bedeutet Arbeit und erfordert Know-How. Dieses lässt sich aber durch einen Managed Service seitens des Anbieters auslagern.

    Bei den meisten Anbietern wirst Du auch Domains beziehen können, wobei im Normalfall die DNS-Services inklusive sind. Aber je nachdem in welchem Preissegment Du Leistungen beziehst, empfiehlt es sich die Leistungen (v)Server und Domain/DNS von zwei verschiedenen Anbietern zu beziehen. Aber ich würde hier eher nicht im untersten Preissegment fischen gehen :)

    Es gibt Anbieter, die stellen Ihren Kunden - natürlich gegen Entgelt - die Nutzung eine gemanagten Mailservers zur Verfügung, welcher unabhängig vom (v)Server betrieben wird. Gute Anbieter erkennst Du daran, dass Sie eine auf Dein Problem maßgeschneiderte Lösung anbieten und kein Produkt von der Stange.

    Schönen Gruß,

    Falk Brockerhoff
     
  9. L3server

    L3server New Member

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    AW: Grundsatzfragen

    Eigentlich wurden alle Fragen ja schon beantwortet. Ich möchte nur hinzufügen, dass man ganz grundsätzlich bei VPS Servern den Vorteil hat ein backup des *gesamten* Systems zu machen -- das heißt, OS + hosting control panel + domains, einfach alles. Mit einem dedizierten Server und einer zweiten Festplatte kann ist das backup normalerweise ohne die OS. Af der anderen Seite hat man beim dedizierten Server natürlich vollständige Freiheiten, soweit man da im legalen Rahmen bleibt (kein Spamming, usw.).

    Martin
     
  10. gill

    gill Erfahrener Benutzer

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    Das würde ich nicht wirklich Backup nennen.
     
  11. smartTERRA GmbH Falk

    smartTERRA GmbH Falk Eingetragener Provider

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    AW: Grundsatzfragen

    Ein Backup sollte man nie auf die zweite Festplatte, sonder auf einem externem System machen. Darüber hinaus lässt sich hier sehr wohl das komplette Betriebssystem mitsichern.

    Schönen Gruß,

    Falk Brockerhoff
     
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