Inkasso einschalten ohne Mahnung?

Dieses Thema im Forum "Internet-Recht" wurde erstellt von tinton, 26. Januar 2006.

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  1. smartTERRA GmbH Falk

    smartTERRA GmbH Falk Eingetragener Provider

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    AW: Inkasso einschalten ohne Mahnung?

    Mal ganz was Schönes: Ich muss Dir als Privatperson gar keine Rechnung zustellen :)

    Aber jeder normale Mensch sollte sich bei Verträgen, die ein regelmäßiges Entgelt beinhalten, schon mal wundern, wenn eine Rechnung nicht ankommt. Mitdenken ist ausdrücklich erlaubt.

    Aber die feine Englische ist es trotzdem nicht direkt das Inkassobüro zu beauftragen. In diesem konkreten Fall würde ich mal ganz freundlich bei dem Inkassobüro anfragen, ob das Ganze mit Begleichung der Originalrechnung nicht zu den Akten gelegt wird. Schließlich wurde die Bezahlung nur vergessen, die sonst erinnernde Rechnunge ist leider nicht angekommen. Vielleicht lohnt sich hier auch eine Umstellung auf Lastschrift, dann passiert sowas nicht.

    Schönen Gruß,

    Falk Brockerhoff
     
  2. wiwi

    wiwi New Member

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    AW: Inkasso einschalten ohne Mahnung?

    Konto war nicht gedeckt...

    (siehe Beitrag Nr. 1)

    Kommt man dann automatisch in Verzug?
     
  3. smartTERRA GmbH Falk

    smartTERRA GmbH Falk Eingetragener Provider

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    AW: Inkasso einschalten ohne Mahnung?

    Ja.


    Außerdem solltest Du auf Deinem Kontoauszug die geplatzte Lastschrift sehen können. Wer sich dann nicht von selbst beim Anbieter meldet, um das weitere Vorgehen zu klären, darf sich nicht wundern...

    Schönen Gruß,

    Falk Brockerhoff
     
  4. tgra-online

    tgra-online New Member

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    AW: Inkasso einschalten ohne Mahnung?

    § 286 III BGB gilt NUR für den Fall, wenn kein Fall des § 286 II Nr. 1-4 BGB (LESEN) vorliegt und damit bereits die sog. Fälligkeit der Forderung eingetreten ist.

    Bitte auch den § 286 III BGB ganz lesen, der Sonderbestimmungen für Verbraucher beinhaltet. Es bestehen insoweit für die Rechnungslegung besondere Hinweispflichten!

    Beachtet bitte auch, dass eine Mahnung NICHT Voraussetzung für ein Klage, einen Mahbescheid o.ä. ist... Es kommt auf die Fälligkeit der Forderung an!

    Der Verzug ist hinsichtlich der Geltendmachung eines z.B. vorgerichtlichen Verzugsschadens wichtig.

    Weiter ist zu beachten, dass die ERSTE MAHNUNG erst den VERZUG begründet und die dafür angefallenen Kosten (z.B. Schreib- und Portogebühren in angemessener Höhe) noch nicht berechnet werden dürfen.

    Dies ist wohl auch der Grund warum manche Inkassounternehmen erst nach Mahnung oder aber 30 Tagen die Forderung übernehmen, gell?!;)

    Hier auch noch einmal der Hinweis, dass z.B. bei Einziehungsermächtigungen Fälligkeit der Zahlung ebenfalls i.d.R. entsprechend einer Rechnungslegung bestimmt wird, oder durch den regelmäßigen und genannten Termin der Einziehung.

    Übrigens: Was die sciherstellung des Zugangs von Rechnungen angeht, ist zu sagen das ein probates Mittel wohl das Einwurfeinschreiben ist!!! BESSER als das mit Rückschein!!! DENN: Mit dem insoweit dokumentierten Einwurf in den Briefkasten des Empfängers ist der sog. Zugang im "Empfangsbereich und Rechtskreis" des Empfängers eingetreten - jedenfalls dann wenn nach dem üblichen Lauf der Dinge von einer Leerung des Briefkastens ausgegangen werden kann (z.b..: spätestens also am nächsten Werktag).
     
  5. gill

    gill Erfahrener Benutzer

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    AW: Inkasso einschalten ohne Mahnung?

    Naja, ob das die Mehrheit der Gerichte so sieht bezweifle ich.

    Aktuell haben wir hier einen Fall, der zumindest aus Sicht des Kunden ganz gut zu
    "Inkasso einschalten ohne Mahnung?" passt.

    Kunde bekommt Rechnung, erste Mahnung per Standardbrief, 2. Mahnung per Einschreiben. Das Einschreiben kommt nach gut einer Woche zurück mit dem Postvermerk "Empfänger benachrichtigt am ..." und "nicht abgefordert, Lagerfrist abgelaufen". Daraufhin wird ein Inkassounternehmen beauftragt und schreibt den Kunden an. Kunde ruft hier an und behauptet, die Rechnung und das Schreiben des Inkassounternehmens habe er erhalten, die beiden Mahnungen aber nicht, auch keinen Benachrichtigungsschein der Post. Er sieht nun nicht ein, die Inkassokosten zu zahlen, da aus seiner Sicht ja vorher nicht gemahnt wurde. Die Hauptforderung wurde bisher auch nicht gezahlt.

    Mal sehen, was ggf. das Gericht dazu sagt.
     
  6. tgra-online

    tgra-online New Member

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    AW: Inkasso einschalten ohne Mahnung?

    Kunde bekommt Rechnung, erste Mahnung per Standardbrief, 2. Mahnung per Einschreiben.
    --> wenn die Rechnung fällig war, hat er zu zahlen und zwar grds. bereits mit Fälligkeit!
    Jedenfalls nach 30 Tagen wäre er im Verzug oder wenn die Rechnung bereits eine Zahlungsziel beinhaltete damit!


    Das Einschreiben kommt nach gut einer Woche zurück mit dem Postvermerk "Empfänger benachrichtigt am ..." und "nicht abgefordert, Lagerfrist abgelaufen".
    --> und genau das ist das Problem beim Einschreiben mit dem Rückschein! Denn: Zugang beim Empfänger ist NICHT der Einwurf des Benachrichtigungsscheins in den Briefkasten. Zugang ist hier erst dann anzunehmen, wenn der Empfänger das Schreiben auch abgeholt hat auf dem Postamt! Anders beim Einwurfeinschreiben (s.o.)
     
  7. Barry.K

    Barry.K New Member

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    AW: Inkasso einschalten ohne Mahnung?

    Also ich hab auch schonmal direkt ne Inkasso fuselei bekommen.

    Verwunderlich, bis zum erhalt des Inkassoschreibens war mir nichtmal bewusst das ich was bezahlen musste. Keine Mahnung, keine Rechnung nix.
    Okay ich wusste schon das ich alle 2-3 monate was zahlen muss, aber wer weiss schon bei den ganzen Rechnungen wann was fällig is.

    Fand ich auch ziemlich bescheiden das ich über die Inkasso gehen musste.

    Hab dann aber gleich die variante genommen die mir die Inkasso angeboten hatte, nämlich in 30 Tagen zu bezahlen.

    Naja so hatte ich wenigstens noch etwas aufschub und konnt mit von dem Geld noch was anderes kaufen den Monat ;)

    Finde aber diese rechtslage so wie sie ist ziemlich bescheiden ...
     
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