Kein Rentenzwang für Selbstständige

Dieses Thema im Forum "Smalltalk" wurde erstellt von dnienhaus, 18. Mai 2012.

  1. darkstar

    darkstar Erfahrener Benutzer

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    AW: Kein Rentenzwang für Selbstständige

    Ich vergasz zu erwaehnen, dasz ich die Orientierung auf die Grundsicherung nicht billige. Ich halte die Grundsicherungshoehe aber fuer eine Orientierung, wie hoch das absolute Renten-Minimum aktuell sein sollte.

    Und die Nicht-Kalkulation der eigenen Altersvorsorge halte ich fuer eine Fehlkalkulation. Man sollte diese aber auch so erkennen und wie bei jeder anderen Fehlkalkulation die Folgen tragen und nicht auch noch in 40 Jahren an die Gemeinschaft sozialisieren (Vorausgesetzt: das System bleibt...)
    Bei den Kosten der UMTS-Lizenzen spielte uebrigens auch die Schaffung von steuerlich zulaessigen Finanzierungstatbestaenden in Relation zu einer Holding sowie der Erhalt des Firmenwertes durch weitere Marktteilnahme etc. eine grosze Rolle.

    Ein bisschen was bleibt beim Vermittler, praktisch behaelt die Versicherung einen gewissen Anteil der Verzinsung als "Handelsspanne", garantiert aber auch eine Mindestverzinsung, die Politik bleibt aber wie immer unberechenbar. Als Inflationsabsicherung bleibt einem eigentlich nur die diversifizierte Investition in Unternehmen.

    MfG
    darkstar
     
  2. heutger

    heutger Eingetragener Provider

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    AW: Kein Rentenzwang für Selbstständige

    Das habe ich schon so verstanden und auch ich billige dies nicht, ich billige aber auch keinerlei Grundsicherung oder Minimum. In Ländern wie Singapur, wo durchaus man als Arbeitsloser echt ein Problem hat, bekommt man als solcher ein Taxi gestellt und muss dann eben Taxi fahren und verdient sich damit sein "Arbeitslosengeld". Wir hätten hier auch genug in Deutschland zu tun, keine ABM, wirklich zu tun, wo just solche, die meinen, sich nicht absichern zu müssen, sich dann wieder etwas verdienen könnten und damit zumindest auf ihr Minimum kämen. Aber solange wir hierfür Leute aus dem Ausland brauchen (Beispiel: Spargelstechen), weil sich die lieben einheimischen Arbeitslosen zu fein sind, wo so manch ein Existenzgründer, das ist die andere Seite der Medaille, sich fragt, ob er sich nicht lieber arbeitslos meldet, da er aufgrund des Marktdrucks, der Auftragslage und möglichen Preise nicht mehr als ein Arbeitsloser verdient, dafür aber 40 Stunden und mehr durch schafft, das habe ich auch schon mitbekommen und da wurde nicht fehlkalkuliert oder selbst etwas falsch gemacht sondern einfach nur versucht, mit am Markt zu bestehen, dann stimmt etwas mit unserem System nicht.

    Richtig und genau deshalb kann und darf das System nicht bleiben. Das ist wie beim Rechtsüberholen. Statt die Rechtsüberholer schärfer zu bestrafen sollte man vielleicht mal angehen, warum es schnarchende Linksfahrer gibt. Denn alleine per Definition, wenn da links niemand ist, der definitiv zu langsam fährt, keinen überholt o. Ä. KANN man ihn nicht rechts überholen das ist faktisch unmöglich. Aber auch hier, es wird halt i.d.R. nicht an der Ursache gearbeitet, das könnte ja unangenehme Folgen, auch für einen selbst, haben und man müsste sich ja eingestehen, dass das bisherige System wirklich falsch/schlecht/... war, sondern immer nur versucht, die Wirkung nachzubessern.

    Das ist durchaus richtig, sonst hätten wir jetzt auch einige mehr insolvente Firmen, genau wie Griechenland stecken und laufen hier ganz andere Pläne dahinter. Nichtsdestotrotz, genau wie die Geizistgeil-Mentalität die Preise runterdrückt und wenn alle fleißig mitmachen, es nicht besser werden wird, so hat man hier die Preise atemberaubend hochgejubelt, da waren auch alle Mitbieter ihres eigenen Glückes Schmied. Eine derartige Aktion hat es daher auch in dem Ausmaß nicht wieder gegeben, selbst in anderen Ländern wurde darauf geachtet, dass es hier keine solchen Ausmaße annehmen werden wird.

    Und dann brauche ich keine solche Versicherung. Wozu beim Vermittler? Ich kann das auch direkt, die meisten heutigen "Fachleute" im Bereich Versicherung oder bspw. auch im Reisebüro leisten nicht wirklich mehr wie ein, wie hies das so schön "frisch Gegoogleter", wähle ich eine Direktversicherung, das ist wie Congstar vs. Telekom, habe ich einen geringeren Apparat hinten dran mitzufinanzieren und komischerweise ist die Versicherung damit auch günstiger, und wie hoch ist diese Garantie, und woran macht diese sich fest, und jetzt noch ganz ins Extreme gesprochen (im Vergleich zu Eigenheim oder vermieteten Immobilien) wer sagt Dir, dass die Versicherungsgesellschaft bis zur Auszahlung noch existiert? Es gibt Absicherungen, aber diese sind auch nicht grenzenlos... Also soll doch jeder selbst entscheiden, wie er es machen will und damit drehen wir uns zur Ausgangsfrage zurück, wenn das für Dich das Konzept ist, was Dir gefällt und Du machen willst, gerne, warum nicht, Du bist von Deiner Entscheidung überzeugt und damit zufrieden und wirst sicher damit auch gut fahren. Ich habe eine andere Entscheidung getroffen und werde womöglich mit dieser auch gut fahren, oder aber auch nicht. Aber that's life, das ist unsere Entscheidung, dafür sind wir selbständig und arbeiten selbst ständig, da hat uns der Staat nicht reinzupfuschen, den wir eh primär durch unsere Steuergelder tragen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 20. Mai 2012
  3. Suxxess

    Suxxess Erfahrener Benutzer

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    AW: Kein Rentenzwang für Selbstständige

    Die Reform ist viel zu undurchsichtig. Ich habe noch keine Seite gefunden auf der die Reform gut erklärt wurde. Ebenfalls vermisse ich konkrete Beispiele wie sich die Reform konkret auf die Leute in den unterschiedlichen Situationen auswirken wird. Ich vermute hier Absicht damit es zu möglichst wenig Protesten kommt.

    Desweiteren frage ich mich warum es Selbstständigen, die bereits das 30 Lebensjahr überschritten haben freigestellt ist wie sie einen ausreichenden Rentenbezug sicherstellen? Wieso gilt dies dann nicht für Menschen unter 30?
    Quelle: http://www.sueddeutsche.de/wirtscha...n-kuenftig-fuer-die-rente-vorsorgen-1.1314255

    Sprich ein über 30 Jähriger könnte sich absichern indem er regelmäßig Aktien kauft und die Dividende daraus ebenfalls wieder anlegt. Ein unter 30 Jähriger wird allerdings genötigt einen entsprechenden Rentenvertrag abzuschließen (+eventuelle Berufsunfähigkeitsversicherung) Für diese werden dann auch noch bestimmte Voraussetzungen festgelegt.

    Um eine ausreichende Rente zu erreichen kalkuliert der Staat mit 250 € - 350 € im Monat + 100 € BU.
    Ausgenommen davon sind allerdings noch Menschen die über ihren Erstjob sozialversichert sind oder weniger als 400 Euro im Monat verdienen. Die Regelung ist witzlos, jemand der von 400 Euro seine Miete und jegliche andere Lebenshaltungskosten bezahlen muss, der müsste auf Dauer unter dem Level von Hartz 4 landen. Und dann greifen die Gesetze gegen die Insolvenzverschleppung...

    Und dann finde ich noch folgende Aussage interessant:
    Wer also nicht genug Geld aufbringen kann um sich privat zu versichern, der wird in der gesetzlichen Rentenversicherung zwangsversichert.

    In diesem Zusammenhang finde ich auch die folgende Aussage interessant.
    Selbstständige sollen sich bei einer Neugründung bis zu 3 Jahre lang von der Zahlungspflicht befreien lassen können oder müssen nur die Hälfte bezahlen. Allerding wird danach wohl der volle Beitrag von 508,45 Euro für die gesetzliche Rentenkasse fällig.

    Quelle: http://www.cecu.de/gesetzliche-rente-selbstaendige.html

    Dann ist man 18 Jahre daran gebunden
    Um es nochmal auf die wichtigsten Punkte zu beschränken. ( Ergänzungen / Korrekturen sind ausdrücklich erwünscht )
    • Altversicherte werden bevorzugt / Jüngere Selbstständige werden unbegründet bei ihrer Wahlmöglichkeit beschränkt
    • Die Versicherungsbranche wird durch diesen Zwang gepusht und wird davon massivst profitieren
    • Selbstständige mit einem geringen Einkommen werden schwer belastet,
    • Neugründer können sich im besten Fall für 3 Jahre befreien lassen. Wer die 500 Euro im Monat danach nicht hat, der wird wohl in die Insolvenz gehen müssen. Ebenfalls wird man dabei für mindestens 18 Jahre gebunden
    • Unternehmer, die das Geld haben werden monatlich mindestens 250- 350 Euro für die Rente aufwenden müssen
      ( +Krankenkasse, eine eventuelle BU und sonstigen bereits vorhandenen Belastungen)
    • Die 400 Euro Zwangsversicherungsbefreiung ist ein schlechter Scherz da man davon seinen Lebensunterhalt sowieso nicht bestreiten kann

    Befürchtete Auswirkungen:
    Mal eine Betrachtung und zwar ohne die deutlich zurückgehenden Neugründungen und die befürchten deutlich steigenden Insolvenzen. Was ist mit den Kleinstunternehmern? Ein dauerhafter Verbleib in dieser Regelung wird in Zukunft wohl nicht mehr möglich sein. Denn wer kann schon von dem maximalen Umsatz von 17.500 Euro knapp über 6000 Euro netto verkraften nachdem die drei Jahre Schonfrist für Neugründungen abgelaufen sein werden?

    Und um nochmal auf diese komische 30 Jahre Regelung zurückzukommen und der 18 jährigen Zwangsbindung an die gesetzliche Kasse. Irgendwie bekomme ich das Gefühl, dass der Gesetzgeber auf kurz oder lang alle Selbständigen in der gesetzlichen Rentenversicherung zwangsversichern möchte. Er traut sich nur noch nicht dies öffentlich zu sagen und macht vermutlich wegen der FDP diesen Spagat. Frei nach dem Motto: "Altverträge bleiben wie sie sind, und die Jüngeren kommen eh später alle in die gesetzliche Rentenkasse."

    Eventuell hat jemand von euch noch bessere Informationen gefunden was passiert sobald die 3 Jahre Schonfrist um sind und der Selbständige sich die 500 Euro extra für die Rentenkasse nicht leisten kann? Geht er dann wirklich in die Zwangsinsolvenz oder gibt es dann gestaffelte Beiträge oder eine andere Regelung um dieses zu verhindern?
     
  4. heutger

    heutger Eingetragener Provider

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    AW: Kein Rentenzwang für Selbstständige

    Erst mal Respekt für die ausführliche Recherche und Danke für die Inkenntnissetzung aller Mitleser.

    Hmm, ich habe nicht gefeiert, und was nun? ;-)) ...

    ... darauf will man wohl anscheinend letztendlich hinaus. Freundlicherweise wird es bestimmt dann auch Staffelungen geben, sollte das notwendig werden.
     
  5. Dresden-Hosting (JS)

    Dresden-Hosting (JS) Eingetragener Provider

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    AW: Kein Rentenzwang für Selbstständige

    Ich fände es besser, wenn der Staat unsere Kinder und Jugendlichen besser bilden würde, dann könnten Unternehmen wieder mehr qualifiziertes Personal einstellen, welches dann wiederrum den Rententopf auffüllt.

    Ebenso würde ich keinen Streichelkurs mehr mit arbeitsunwilligen Harzern fahren, sondern sie zur Arbeit zwingen (natürlich mit angemessenen Arbeiten). Dadurch würde die Arbeitslosenquote gesenkt und der Rententopf auch aus dieser Bevölkerungsgruppe gefüllt.

    Ich bekomme täglich nen tierischen Hals, wenn ich sehe das in meinem näheren Umfeld eine Familie (2 Leute) arbeitslos sind, sich aber in einer relativ teuren Gegend von Dresden eine Wohnung und beide ein Auto leisten können.

    Da frage ich mich manchmal wirklich, wozu ich frühs aufstehe um mir dann den ganzen Tag den ***** aufzureißen und von Vater Staat immer tiefer in die Tasche gegriffen zu bekommen.
     
  6. heutger

    heutger Eingetragener Provider

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    AW: Kein Rentenzwang für Selbstständige

    Das ist nicht nur ein Problem, das sind drei Probleme: 1. Budget- und Ressourcenmangel bei Lehrkräften, 2. Lernresistente unwillige und verwöhnte Schüler, da werden heutzutage Antworten via Smartphone und Google im Unterricht gegeben, aber die nächste Spiele-App oder den Facebook-Zugang findet man auch ohne fremde Hilfe, selbst wenn man sich dazu mit Web-Proxies auseinander setzen muss, Webmaster aber muss man sich buchstabieren lassen, 3. Demographischer Wandel, die Kinderquote sinkt.

    Je nachdem, was man diesen gibt, aber es reicht ja, wenn der Staat für diese Personen nicht mehr aufkommen muss sondern sie selbst wieder für ihr Geld arbeiten müssen, ob dann und wie viel noch für Rente abfällt, bleibt offen, aber immerhin ein Anfang.

    Meine Rede, vgl. oben.
     
  7. qnsupport2

    qnsupport2 Erfahrener Benutzer

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    AW: Kein Rentenzwang für Selbstständige

    Interessante Diskussion, in die ich mich gar nicht weiter einmischen möchte. Ich möchte nur davor warnen, in eine typische Falle zu treten.

    Es ist richtig, dass in unserer Gesellschaft schon einiges schief läuft, wobei die Auswirkungen u.A. das Allerliebste, unser Geld, treffen. Das Rentensystem ist ein umlagefinanziertes Konstrukt und gerade kein kapitalgedecktes Verfahren. Es kann theoretisch nur das ausgezahlt werden, was im gleichen Moment eingezahlt wird, gerade deshalb wird sich die Politik nun wohl darüber Gedanken machen, denn aus dem Bundeshaushalt fließt schon einiges an Geld, um die Lücken in diesem System zu kompensieren. Das genaue Vorhaben kenne ich nicht, im ersten Moment macht es aber einen zu kurz gedachten Eindruck auf mich und eher den Eindruck eines Schneeballsystems. Selbst wenn die selbständigen Unternehmer das Kartenhaus für eine kurze Periode zusammenhalten könnten, werden die benötigten Mittel für deren Rentenauszahlungen das System in der Folgegeneration noch stärker belasten. Aber darüber mache ich mir jetzt erst einmal keine weiteren Gedanken - von der Leyen vermutlich auch nicht.

    Die Ursachen wurden auch schon richtig benannt. Arbeitslosigkeit, Niedriglohnjobs und der demographische Wandel führen zu immanenten Problemen. Das können wir so festhalten.

    Wovor ich jetzt nur warnen möchte, ist eine Polemisierung der Diskussion. Ich habe immer häufiger den Eindruck, dass einige Politiker hier auf den Königsmechanismus setzen - und das auch sehr erfolgreich. Einige Gruppen werden gegeneinander aufgehetzt, so lässt sich die Masse besser kontrollieren (i.S.v. beherrschen, ruhigstellen).
    Ab und zu kriegen beide Seiten ein Bonbon, die Opposition wird schon automatisch dafür sorgen, dass keine Seite randaliert. Schließlich hat jeder seinen Ansprechpartner. Ein Selbstläufer.

    Das klingt wunderbar, ich würde glatt sagen, packen wir es an. Im gleichen Moment würde ich mich aufregen, warum zum Teufel diese Hartzer es nicht selbst anpacken. Gott sei Dank hast du aber schon das richtige Argument dazugeschrieben "natürlich mit angemessenen Arbeiten". Nun weiß ich nicht im Detail, was für Jobs angeboten werden, ich kann daher nur davon sprechen, was ich aus dem Bekanntenkreis mitbekomme. Meine Beobachtungen decken sich mit der einiger Studien. Demnach sind Hartz IV Empfänger nicht per se faul, man macht es sich auch etwas zu einfach. Über den Kopf geschlagen waren zumindest 2010 30% der Hartz IV Bezieher noch Kinder und Jugendliche. Weitere 20% gingen arbeiten, verdienten aber so wenig, dass der Staat den Verdienst deckeln musste. 15% befanden sich in Fortbildungen oder machten nochmal zum 300. Mal das Bewerbungstraining mit. Den Rest machten also etwa 35% aus.
    Echte Härtefälle, entweder ohne Bildungsabschluss, über 50-jährige, Ausländer oder was auch immer. Nur ein Bruchteil dieses Restes hat sich überhaupt geweigert, eine Arbeit anzunehmen. In Zahlen waren es 2010 etwa 3% _aller_ Hartz IV Bezieher, gegen die Sanktionen ausgesprochen werden mussten. Für den Rest war offenbar keine Arbeit zu finden.

    Wird es unsere Probleme lösen, wenn diese 3 Prozent repräsentativ für die Masse aller Erwerbslosen steht? Angesichts der Zahlen wird eine härtere Bestrafung nicht einmal das Problem lösen. Es ist der Königsmechanismus, der der Politik etwas Ruhe verschafft - auf Kosten der Nerven der Erwerbstätigen, weil sie sich über angebliche Tatsachen aufregen, die gar nicht den Tatsachen entsprechen.

    Auch habe ich hier gelesen, dass Politiker die Rentenkasse solange am Leben erhalten würden, solange sie selbst noch davon profitieren könnten. Das ist wiederum eine Verschwörungstheorie. Abgeordnete zahlen weder in die Rentenkasse ein, noch erhalten sie später Rentenzahlungen. Natürlich erhalten sie eine ansehnliche Pension, allerdings unabhängig vom Rentensystem.

    Ich frage mich gerade, ob das wirklich ein Kernproblem ist. Lernunwillige Kinder sind definitiv ein gesellschaftliches Problem. Aber der Satz danach? Klingt doch eher nach einer grundsätzlichen Kritik an der modernen Medienkultur. Ich glaube nicht, dass ein Großteil der Schüler sich im Unterricht so benimmt. An der Rütli-Schule & Co. vielleicht, aber sonst haben die doch anderes zutun, als an Webproxies rumzufummeln. Vielleicht noch als Gag an Berufsschulen.

    Bleibt sachlich, dann habt ihr was davon :).
     
    Zuletzt bearbeitet: 21. Mai 2012
  8. qnsupport2

    qnsupport2 Erfahrener Benutzer

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    AW: Kein Rentenzwang für Selbstständige

    natürlich könnte man die arbeitsunwilligen härter bestrafen, aber die substantiellen Probleme wird man damit leider nicht lösen. Es wäre nichts weiter als erheiternder Aktionismus für das kollektive Selbstwertgefühl und allemal billiger als eine nachhaltige Wirtschafts-, Bildungs- und Sozialpolitik. Vielleicht ist das aber auch unser Segen. Hätten wir diese für alles verantwortlichen Arbeitslosen nicht, müssten wir wieder Hexen verbrennen.
     
  9. heutger

    heutger Eingetragener Provider

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    AW: Kein Rentenzwang für Selbstständige

    Richtig, so funktioniert leider die derzeitige Politik und so lange es die Bürger mitmachen, wird sich daran auch nichts ändern. Daher sollte man die wenigen direkten Einflussmöglichkeiten auf die aktuelle Politik (nicht die versprochenen Parteiprogramme, falls denn solche existieren) auch nutzen, was ja eingangs Ursprung dieser Diskussion war. Schaut man sich auf der Petitionsseite um, kann man wirklich an vielem mitwirken, nur die wenigsten wissen es, was einfach traurig ist, und noch weniger machen es, was noch trauriger ist. Just jene sind dann auch die "Machenschaften" solcher Kontrollsysteme, heulen im Nachhinein aber herum, dass die Politiker ja eh alles machen, was sie wollen und uns das Schönste vom Himmel erzählen, um gewählt zu werden. Also wie Du auch schon sagst: Augen auf!

    Nicht finden, GEBEN! Wir haben gegenüber unserem Büro eine Kantine und KfZ-Aufbereitung von Grümel, DAS sind gute Gedanken, aber werden viel zu selten umgesetzt. Es gibt genug, wo wir uns fragen, warum dies und jenes verkommt, nichts daran gemacht wird, wenn just jene keine Arbeit finden und Hartz IV von der Gesellschaft beziehen, dann doch bitte auch für Gegenleistung an der Gesellschaft?!

    Das ist, wie Du selbst schreibst, Schneeballsystem, ist nicht genug Geld im Rentensystem und muss man dieses "befeuern", um nicht aufzufallen, dass da was schief läuft, ist weniger Geld in einem anderen Topf, u.a. auch im Pensionstopf... Jetzt zu sagen, dieser wird als letztes angepackt, wäre wohl eher Verschwörungstheorie... ;-))

    Also es gibt Kinder einer deutschen Privatschule, die unbedingt das Hacken lernen wollen, weil sie das spannend finden, dass man dafür aber Programmierkenntnisse braucht (will man nicht nur Skriptkiddie sein), verstehen sie bereits nicht. In Klausuren müssen bereits Handys abgegeben werden, da sonst Missbrauch Tür und Tor offen steht. Ich bin gespannt, wann die ersten Handyblocker für Schulen kommen.

    Die heutige Jugend ist von den Medien verseucht und lässt sich von diesen bereits erfolgreich manipulieren und eben über just jene Dinge, die wir hier diskutieren und unter erwachsenen, gebildeten und erfolgreichen Menschen sagen: Augen auf, sich hinweg täuschen lassen, wobei es hierbei um IHRE Zukunft geht, für uns mag der Rententopf und Co. noch gerade so reichen...
     
  10. heutger

    heutger Eingetragener Provider

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    AW: Kein Rentenzwang für Selbstständige

    Lach, nein, das Thema Arbeitslose kam eigentlich quer in das Thema hinein, hat primär an sich damit jetzt nicht so viel zu tun, weil den Rententopf würden diese so oder so wohl kaum nachhaltig befüllen, und das System an sich aus der Marodität führen ebenfalls nicht. Hier geht es vielmehr, off topic, darum, dass man diese, und das ist vielleicht die Analogie, von der Gesellschaft getragenen Personen auch dazu animiert, im Zweifel gar zwingt, auch der Gesellschaft etwas zurück zu geben. Wir haben genug zu tun, wofür kein Personal und Geld mehr da ist, hier ist Personal und hier ist eh schon das Geld, also auf.
     
  11. qnsupport2

    qnsupport2 Erfahrener Benutzer

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    AW: Kein Rentenzwang für Selbstständige

    Das führt nur dazu, dass der Privatwirtschaft staatlich subventionierte, den angestellten Arbeitnehmern nach Rechten nicht gleichgestellte Arbeitskräfte zur Verfügung gestellt werden. Ich bin auch der Meinung, wenn jemand von bisher arbeitslosen Personen den Schnee weggeschaufelt haben möchte, dann kann er ihn dafür angemessen bezahlen. Durch solche Maßnahmen wird andernfalls nur der Markt für ordentliche Dienstleister kaputtgemacht. Und das führt in der Konsequenz zu den neuen alten Problemen, die durch diese Maßnahmen eigentlich bekämpft werden sollten.

    Um wieder on-Topic zu kommen: Das Thema "Rentenzwang für Selbständige" sollte sicherlich diskutiert werden, da es doch den ganzen Apparat "Rente" betrifft. In dem Sinne finde ich die Petition als Diskussionsgrundlage gut. Ob ich sie inhaltlich befürworte, kann ich noch gar nicht beurteilen; von der Leyen wird wahrscheinlich eh noch 3 Mal ihre Philosophie neu stricken.
    Auf dem Thema Arbeitslosigkeit wollte ich gar nicht herumreiten. Mir gefällt nur häufig der Stil der öffentlichen Debatte nicht.

    Die Woche liegt noch vor uns


    Schönen Gruß
     
  12. heutger

    heutger Eingetragener Provider

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    AW: Kein Rentenzwang für Selbstständige

    Ich rede eigentlich nicht von Arbeiten in der Privatwirtschaft oder wo ordentlichen Arbeitern der Markt kaputt gemacht wird sondern just jene Dinge die der "Wirtschaftskrise" und Finanzknappheit der Städte und Gemeinden zum Opfer gefallen sind.

    Richtig, also ich habe mit unterzeichnet.
     
  13. Suxxess

    Suxxess Erfahrener Benutzer

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    AW: Kein Rentenzwang für Selbstständige

    In die Richtung, dass wir soviele unerledigte Dinge haben, die von Erwerbslosen erbracht werden könnten, habe ich auch schon gedacht.

    Es gibt ja schon die sogenannten 1 Euro Jobber. Diese erledigen meistens optionale Arbeiten, die der Realwirtschaft nicht schaden. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass die 1 Euro Jobs sich nicht selbst durch ihre Arbeit refinanzieren dürfen!
    Also habe ich mal weitergedacht, wo findet man Arbeit, die sowieso erledigt werden muss ohne bestehende Arbeit in Deutschland zu beinflussen?

    Antwort: Bei Importprodukten ( Aussereuropäische )
    Konkret dachte ich für den Anfang an die Textilindustrie. 99,9% aller Textilien werden importiert da Deutschland zu teuer ist. Aber dennoch gibt es Hosen z.B. für 10 Euro und für 150 Euro. Wir haben das Glück, dass Unternehmen wie Addidas noch ihre Entwicklung und den Einkauf in Deutschland haben. Man könnte damit relativ leicht die Chinesen ausstechen und einen Teil der ansonst nötigen Importe selbst produzieren. Man könnte wohl am Anfang nur die teureren Hosen ersetzen, aber wenn man das ansonsten sowieso zu zahlende Hart4 Geld dafür einsetzt ist das möglich. ( Der Sinn ist es durch die Produktivität den Zuschuss an Hartz4 zu senken und das BIP zu steigern )

    Dafür müsste z.B. eine "Deutsche Beschäftigungs GmbH" von der ArGe gegründet werden. Dabei müsste dann alles in der Hand des Staates bleiben damit der Wettbewerb durch diese Arbeiten nicht gestört wird. Sprich es dürften ausschließlich Importe ersetzt werden. Und in die selbe Richtung geht es z.B. auch bei der Solarenergie. Die Module in Deutschland herzustellen ist unwirtschaftlich da die Chinesen billiger sind. ( Durch Subventionen )

    Wenn es sich nicht mehr betriebswirtschaftlich
    rechnet bedeutet es allerdings nicht, dass es sich nicht noch volkswirtschaftlich rechnet. Hätte ich was zu sagen, dann würde ich die noch bestehenden Produktionsanlagen in Deutschland für einen Apfel und ein Ei aufkaufen damit die Leute dort arbeiten können. So könnte man schrittweise aussereuropäische Importe reduzieren und durch eigene Arbeit ersetzen.

    Bestehende Arbeitsplätze in Deutschland vernichtet dies nicht, denn die Arbeitsplätze gäbe es ansonsten nicht.
    Das Gegenargument, dass die anderen Staaten dann ihrerseite die Arbeit subventionieren zieht nicht. Denn in China gibt es keine Sozialversicherung, die man zu diesen Zwecke heranziehen kann. Und die Arbeitsplätze sind natürlich primär für Langzeitarbeitslose die wir sowieso mit finanzieren müssten.

    Im Endeffekt würde die Wertschöpfung, auch wenn sie gering ist dem BIP zugute kommen, den arbeitenden Menschen und am Ende auch dem Steuerzahler. :)
     
  14. qnsupport2

    qnsupport2 Erfahrener Benutzer

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    AW: Kein Rentenzwang für Selbstständige

    Aber nicht vergessen, dass das Theorie ist. Klingt alles sehr einfach, es ist aber auch Fakt, dass bereits die 1-Euro-Jobs reguläre Beschäftigungen in mehreren Bereichen verdrängt haben.

    Das gibt es nicht. Die Stellen sind bisher nicht besetzt, das Potenzial nicht ausgeschöpft, mehr auch nicht. In unserer Solidargemeinschaft sind wir darauf angewiesen, dass möglichst viele in reguläre Beschäftigung kommen, um das Gesamtsystem tragen zu können. Im Zweifelsfall ist ein Systemwechsel notwendig. Bei deinem Vorschlag läuft es auf Enteignungen und Planwirtschaft hinaus. Ein Mix aus verschiedenen Modellen funktioniert nicht, das zeigt sich in der Praxis.

    Wenn sich die Hose für 10 Euro (noch nie gesehen, aber ich glaube das) einen Markt schafft, dann doch nur, weil sie unter unwürdigen Bedingungen hergestellt wird. Häufig sind die Rahmenbedingungen im Produktionsland ebenso unwürdig. Dies als Vorteil für Deutschland herauszustellen, ist hoffentlich nicht ernst gemeint. Strafzölle auf diese Einfuhren wären angebracht.
    Ich geben wesentlich mehr als 10 Euro für eine Hose aus. Allerdings hält die dann auch, weil es nicht der letzte Plünn ist.
     
  15. Suxxess

    Suxxess Erfahrener Benutzer

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    AW: Kein Rentenzwang für Selbstständige

    Die 10 Euro Hose werden wir auch nicht produzieren können, aber vielleicht haben wir bei der 50 Euro Hose eine Chance.

    Wieso verschiedene Modelle? Subventionen sind doch schon üblich... . Und wer wird enteignet?

    Weil 20% von dem Laden dem Sender gehören und sie die Werbung nachgeworfen bekommen...

    Dann verstehe ich nicht warum du gegen den Vorschlag bist? Wie gesagt es muss ja nicht das billigste Produkt werden. Es würde sich sogar positiv auf diese Arbeier auswirken da die Nachfrage sinken würde.

    1 Euro Jobber dürfen laut Definition keine reguläre Arbeit ersetzen. Damit sich keine Privatperson an der Arbeit bereichert sollte es staatlich aufgebaut sein. Und eine Planwirtschaft ist es auch nicht, es wird nach Nachfrage produziert werden und nicht nach einem Plan. Aber lasst uns zum eigentlichen Thema zurückkehren, der Lösungsansatz passt wohl nicht Ganz zur Frage des Threaderstellers
     
  16. Inet

    Inet Erfahrener Benutzer

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    AW: Kein Rentenzwang für Selbstständige

    Aha, nur Windows Server im Betrieb ?
     
  17. qnsupport2

    qnsupport2 Erfahrener Benutzer

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    Manche Leute müssen halt den gesamten Alltag immer mit total hinkenden Vergleichen aus der IT füllen, greifen dann aber häufig selbst zum zweilagigen Klopapier
     
  18. Inet

    Inet Erfahrener Benutzer

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    AW: Kein Rentenzwang für Selbstständige

    Welches Klopapier ich benutze geht dich das an, was ich damit wegwische.
    Eigentlich wollte ich nur hinterfragen, wie die Aussage
    von jemanden zu verstehen ist, der nach eigenen Angaben zu 70% Software einsetzt, für die er nichts bezahlt.

    Wasser predigen und Wein trinken.
     

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