Konzept & Setup für KVM Hostsysteme mit zentralem NAS

Dieses Thema im Forum "Dedizierter Server (Hardware)" wurde erstellt von Zap-Hosting, 12. Januar 2015.

  1. Zap-Hosting

    Zap-Hosting Eingetragener Provider

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    Hallo,

    wir sind aktuell auf der Suche nach einem Systemadmin, der uns bei der Konzipierung eines KVM NAS Systems hilft.
    Bezahlung erfolgt auf Stundenbasis.

    Es geht hier um die Anschaffung mehrerer großer DELL Server mit bis zu 1,25 TB Ram und einem NAS Server mit ca. 80 TB Speicher.
    Besagte DELL Server stellen virtuelle KVM Server bereit, welche auf LVM VGs auf dem NAS Server liegen.

    Es werden ausschließlich Admins gesucht, die bereits tatsächlich und nachweislich Erfahrung mit derartigen Systemen haben.

    Bei Interesse bitte via Skype:
    zap-hosting

    Danke!
     
  2. [StorageBase] Julian

    [StorageBase] Julian Eingetragener Provider

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    AW: Konzept & Setup für KVM Hostsysteme mit zentralem NAS

    Hallo,

    also eines kann ich vorab schon mal anmerken. Für das vorhaben reicht eine NAS definitiv nicht mehr. Hier bedarf es einer SAN Lösung mit FC (z.B. EMC VNX5200, entsprechende SAN Switche und mind. 4Gbits, wobei ich sogar ehr auf 8Gbits gehen würde). Über Kupfer bekommt man die Leistung einfach nicht hin. Eine normale 1Gbit Leitung schafft ca. 75M wohingegen ein RAID6 mit 6x 2TB WD Red ca. 550M bringt d.h. es müssten ca. 8 LAN Leitungen dafür abgehen - Redundanz dann höchstens durch Stacking mit Bonding 802.3ad - heißt also auch ca. 16 LAN Kabel von dem NAS. Alternativ dazu gäbe es 10Gbit Ethernet, allerdings derzeit auch noch recht teuer, vor allem die Netzwerkkarten (wobei neuere DELL Server meist 1x 10Gbit Port anstelle von 4x 1Gbit anbieten).

    Ein ordentliches Storage gibt es ab ca. 40 - 50.000€ (mit 80TB vermutlich das ehr das drei bis vierfache) - ohne Zweitsystem, die EMC is normal "in sich selbst Redundant"!
    Ein gescheiter SAN Switch z.B. von Brocade mit redundanten Netzteilen kostet pro Stück rund 5.000€, hinzu kommen da ggf. Lizenzen für Ports und Features wie Zoning etc. und die Gbic Module, Glasfaser Kabel, die HBA für die Nodes.

    Ein richtiges SAN hat einfach den Vorteil, dass dort, wenn Lizenziert, entsprechendes Tiering mit den Festplatten betrieben wird. So können Daten die oft abgefragt werden z.B. von SATA Platten auf SAS bzw. SSD umgelagert werden.

    Die besagten DELL Server würden vermutlich die R810 bzw. R820 Systeme sein. Neu kosten die ja auch ca. 15 - 20.000€.

    Also alles in allem würde ich für solch ein Projekt mind. 300.000€ einplanen, besser vermutlich ehr 500.000€ - wenn man eine ordentliche Redundanz mit mehreren Pfaden haben möchte. Nicht zu vergessen sind natürlich auch die Laufkosten, viel Speicher bedeutet viele Platten, viele Platten bedeutet auch eine hohe Stromaufnahme für das System, selbst wenn nicht ausgelastet - im Vergleich zu lokalen Platten mag es zwar weniger sein, aber der Storage läuft ja direkt von Anfang an, lediglich die Nodes werden hauptsächlich nachgeschoben.
     
  3. 1st-Rootserver.de

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    @[StorageBase]Julian
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  4. PHP-Friends

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    @Julian: Die von dir genannten Zahlen wirken ein wenig aus der Luft gegriffen. Bis dato wurde seitens ZAP-Hosting noch gar nicht kommuniziert, was hier der Kernfokus ist (Hochverfügbarkeit, günstige Speicherbereitstellung, was auch immer) oder überhaupt mal wie viele Nodes angeschlossen werden sollen. :) Des Weiteren ist immer die Frage, ob man Geld für schicke Marken ausgeben möchte oder das Ganze nicht auch deutlich günstiger in Eigenkonzeption realisieren kann. Für 80 TB Nutzspeicher braucht man nun wirklich keine 40-50 TEUR ausgeben.
     
  5. [StorageBase] Julian

    [StorageBase] Julian Eingetragener Provider

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    @PHP-Friends
    Das mag sein, sind sie aber nicht. Wie "derWachert" indirekt ja auch bestätigt, offenbar hat er ja entsprechende Kontakte und hat meine Angaben insofern nicht bemängelt. Rabatte sind klar, die kann man immer bekommen ab einem bestimmten Auftragswert.

    Nunja, ein SAN hat nun mal eine gewisse Redundanz. Die Frage stellt sich meiner Meinung nach nicht wirklich bei einem SAN, denn der SAN ist im Regelfall ein SPOF, dieser sollte daher entsprechende Verfügbarkeit haben.

    Günstige Speicherbereitstellung in dieser Größenordnung ist nicht ohne weiteres Möglich, jedenfalls nicht am Stück (abgesehen vielleicht von verteilten Dateisystemen). Bedenken sollte man auch, dass hier sicherlich kein JBOD oder RAID0 zum Einsatz kommen sollte, sondern ehr mehrere RAID Gruppen mit RAID5. Hinzukommen die Hotspare Platten und eine zusätzliche RAID Gruppe für die EMC selbst.
    Prinzipiell spielt die Anzahl der Nodes keine Rolle, SAN Switche würde ich auf jeden Fall einbauen, das spart vor allem eine eventuelle Ausfallzeit bei der Migration auf ein neues SAN.

    Du gibst das Geld nicht nur für schicke Marken aus. Es gibt nicht wirklich viele Hersteller für SAN's, das ist eben Enterprise Hardware, das kostet. Bedenken sollte man auch, dass man ggf. von EMC keine Gewährleistung (Im falle eines Datenverlust) bekommt, wenn man Platten einbaut, die man sich einfach so kauft und nicht von EMC zertifiziert sind. Entsprechend kosten die mehr.
    Auch Wartungsverträge kosten ordentlich Geld oder die Lizenzierung gewisser Features.

    Ich bin gespannt wie du es realisieren möchtest, 2 verschiedene "Rechner" miteinander zu synchronisieren und den Zugriff auf ein Array gewährst. Ein SAN hat 2 SP's, diese haben, zumindest mal die neueren Modelle, eine interne Verbindung. Fällt also ein SP aus, wird einfach durch den anderen SP auf die LUNs zugegriffen.
    Der andere Punkt ist der, dass du so wahrscheinlich kein Tiering hinbekommst.

    Die Leistung eines SAN entsteht durch eine möglichst große Anzahl an Spindeln, für 80TB brauchst du daher eben Platz im Rack.

    Es gibt sicherlich Leute die deutlich mehr Ahnung haben. Ich habe mich hier auch nicht als "Experte" gemeldet, dennoch habe ich aber grundsätzlich Ahnung davon - solltest du es besser wissen, darfst du mich gerne korrigieren.
     
  6. RobHost GmbH

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    Ich werfe jetzt mal Nexenta in den Raum, wenn es "günstig" sein soll und Standard-Hardware zum Einsatz kommen soll (JBOD).

    Da aber der Threadstarter offenbar sowieso mit DELL zusammenarbeitet bzw. dort Hardware bezieht, würde ich auch zu einem DELL SAN mit 10g Ethernet (geht auch mit Kupfer) raten. 10g Kupfer-Switche bekommt man inzwischen auch schon zu halbwegs moderaten Preisen.

    I.d.R. kann man diese SANs günstig um weitere Shelfs, die weitere HDDs beinhalten, erweitern, so dass man dort für vielleicht ~20 TEUR netto Storage-Kosten auf 80 TB kommt. Redundanz haben die Teile übrigens schon "eingebaut".

    Wir selbst arbeiten mit HP und da wäre das in der Preislage durchaus machbar.
     

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