Steuernummer

Dieses Thema im Forum "Job-Angebote & Job-Suchanzeigen" wurde erstellt von DoiX, 17. August 2004.

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  1. danielgiese

    danielgiese New Member

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    Hallo,

    ich habe einen Freund und der verkauft nun ein wenig zru Serverfinanzierung Webspace. Unteranderem an örtliche Vereine. Er erstellt keine Rechnung oder so und hat schon einige Anfrage und wollte eventuell ein Gewerbe anmelden.
    Wie ist das den dann mit der Buchhaltung, reicht da eine einfache Liste wo links ausgaben und recht einnahmen eingetragen werden oder wie? wie macht man das mit der mwst.? könnt ihr ihm ein buch empfehlen?
     
  2. gill

    gill Erfahrener Benutzer

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    Nein, das reicht nicht. Es muss eine EÜR gemacht werden. Die will das Finanzamt auch zusammen mit der Steuererklärung sehen.

    Sorry, das zu erklären führt zu weit. Stichworte: Umsatzsteuervoranmeldung, Umsatzsteuererklärung

    Für einen ersten Überblick: Crashkurs Buchführung für Selbständige aus dem Haufe-Verlag. Ist auf den Lexware Buchhalter abgestimmt, den er sowieso braucht (oder etwas vergleichbares).
     
  3. gill

    gill Erfahrener Benutzer

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    Dass das Konsequenzen haben kann ist Dir bzw. ihm klar?
     
  4. DoiX

    DoiX New Member

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    Ich will ja nicht umbedingt Unternehmer werden.

    Ich will einfach nur mit Grafikdesign mein Taschengeld aufbessern. Und das geht ja anscheinend nur über diese Umwege. :(

    MfG
    Julian
     
  5. Inet

    Inet Erfahrener Benutzer

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    Ich will ja nicht unbedingt Steuern bezahlen.
    Ich will nur den Leuten die sich damit auskennen und das evtl. studiert haben ihr Brot wegnehmen.

    Gemein das es mir so schwer gemacht wird.
     
  6. sitepush

    sitepush Eingetragener Provider

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    Musst Du aber - und sei es nur nebenberuflich.
    Die andere Alternative, die Du ja selbst schon angedeutet hast, ist, mit Deinem Vater zum Steuerberater zu gehen und mit ihm mal zu erörtern, inwieweit Möglichkeiten bestehen, Deine (dann aber hoffentlich nur sehr seltenen!) Geschäfte legal abzurechnen, ohne dass Deinem Vater dadurch ein Nachteil entsteht.


    DoiX, ich finde es gut, dass Du *vorher* fragst, was möglich ist und woran Du denken musst! Vielen anderen fällt das erst viel später ein.
     
  7. gill

    gill Erfahrener Benutzer

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    Muss mich sitepush anschliessen, es ist wirklich lobenswert, dass sich mal jemand vorher Gedanken macht.

    Auch von mir der Rat: zusammen mit Deinen Eltern einen Steuerberater konsultieren, damit Du qualifizierten Rat bekommst, welche Möglichkeiten es gibt. Die Ausgabe dafür lohnt sich auf jeden Fall.
     
  8. cooky1976

    cooky1976 Eingetragener Provider

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    Dann lasse Dich von einer Forma anstellen und alles ist in Butter. Arbeite auf 400 Euro-Basis, das ist kein schlechtes Taschengeld. Du machst Deinen Job, steckst das Geld am Ende des Monats ein und kannst sorgenfrei schlafen.

    Wenn Du selbstständig bist, solltest Du von Anfang an über eine Rechtsschutz- und Geschäftshaftpflichtversicherung nachdenken und dann dürfte das Geschäft für Dich wieder unrentabel werden.

    Diese Aussage ist (meiner Meinung nach) falsch. Man kann dem Finanzamt auch eine Exceltabelle abgeben, wenn diese nach den buchhalterischen Grundsätzen angefertigt wurde oder auch den alten DinA2 Kontenplan. Eine EÜR kann man am Ende auch aus der Exceltabelle machen. Sicherlich muss man sich ein Stück besser auskennen, als bei Lexware (wenn man steuerpflichtig ist), bei einem Kleinunternehmer reicht die Excelvariante aber sicherlich auch.
    Allerdings ist zu bezweifeln, dass Firmen sich Grafiken von einem Kleinunternehmer (darf keine Steuer ausweisen) anfertigen lassen, da dieses nicht steuerlich absetzbar ist.

    Nachricht geändert von cooky1976 am 25.08.2004 10:56
     
  9. Guest

    Guest Guest

    Ich hätte bezüglich der Steuernummer auch mal zwei Fragen:

    Worin liegt genau der Unterschied zwischen einer "normalen" Steuernummer (z.B. 1111/2222/333) die ja auch i.S.d.der Kleinunternehmerregelung verwendet werden kann und der "DE-Steuernummer (z.B. DE 12345678)?

    Bezieht sich die DE-Steuernummer nur auf Geschäfte mit dem Ausland bzw. was genau hängt mit dieser Steuernummer zusammen?

    Danke für Eure Antworten,
    Marcus
     
  10. sitepush

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    Falsch, Excel reicht nicht (mehr)!

    Steuererklärungen für Klein(st)unternehmer müssen für 2004 und folgende Jahre diesen Vordruck beinhalten:
    http://www.bundesfinanzministerium.de/Anlage20743/Anlage-1-Adobe-Acrobat-5.0.pdf
     
  11. sitepush

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    @acoin:

    Die "normale Steuernummer" dient nur der eindeutigen Identifikation im Inland.

    Die USt-ID-Nr (hierzulande DE....) ist einmalig und für alle EU-Länder gültig und wir nur benötigt, wenn Handel mit anderen EU-Ländern betrieben wird. Diese erhält man auf Antrag (bei Betriebseröffnung) oder nachträglich beim Bundesamt für Finanzen (ASt Saarlouis).

    Wer Kleinunternehmer ist und keine MwSt ausweisen will/muss, bekommt auch keine USt-ID-Nr, da diese sich nur auf die Umsatzsteuer/Mehrwertsteuer bezieht.

    Nachricht geändert von sitepush am 25.08.2004 11:03
     
  12. cooky1976

    cooky1976 Eingetragener Provider

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    Das heisst aber doch nicht, dass ich ein Programm brauche, das heisst nur, dass ich das hinzufügen muss ...
     
  13. cooky1976

    cooky1976 Eingetragener Provider

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    Wurde ich keinem empfehlen, die zu beantragen, wenn sie nicht umbedingt benötigt wird, da es einen verwalltungstechnisch enormen Mehraufwand nach sich zieht ... genaue Auflistung der ausgeführten Güter, etc.

    Ciao

    Alexander
     
  14. NaTeK

    NaTeK Guest

    Hallo zusammen,

    also die Umsatzsteuer-Identnummer (DE xxxxxxxx) ist nu dann relevant, wenn Du Auslandsgeschäfte tätigst, um ggf. höhere Umsatzsteuer beim Einkauf usw. erstattet zu bekommen. (Besipiel Österreich 20% USt.)

    Als "klein"Unternehmer würd ich das erstmal hinten anstellen, denn notwendig ist diese nicht, solange Du dich aufs Inland beschränkst.

    Schönen Tag noch,
    Thorsten
     
  15. sitepush

    sitepush Eingetragener Provider

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    Richtig. Von zusätzlicher Software hatten wir aber auch beide nicht gesprochen. Wie die EÜR geführt wird, ist jedem selbst überlassen (so lange die GoB eingehalten werden). Nur das Formular ist jetzt halt Pflicht.


    Bezügl. USt-ID-Nr:
    Als Einzelunternehmer hat es bisher immer gereicht, die "zusammenfassende Meldung" abzugeben, *wenn* tatsächlich innergemeinschaftlicher Handel betrieben wurde. Kann aber sein, dass die unterschiedlichen Finanzämter unterschiedlich pingelig sind.
    Bei mir war es damals jedenfalls kein so enormer Aufwand.

    Richtig ist aber: Beantragung kann man sich schenken, wenn man nicht mit EU-Kunden zu tun hat. Die _nachträgliche_ Beantragung direkt in Saarlouis ist bei Bedarf innerhalb von einer Woche erledigt (per Fax/Fon), so dass man locker damit warten kann, bis sie tatsächlich benötigt wird.
     
  16. cooky1976

    cooky1976 Eingetragener Provider

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    Kann ich nur bestätigen, ich hatte die Nummer in 5 Minuten.
     
  17. Guest

    Guest Guest

    @NaTeK
    @sitepush:
    Vielen herzlichen Dank für die Informationen.
    Ich ging bisher immer davon aus - da ja jeder Gewerbebetrieb umsatzsteuerpflichtig ist - dass auch solch eine DE-Steuernummer notwendig bzw. Pflicht ist.

    ... und wieder was dazugelernt ;-)
     
  18. NaTeK

    NaTeK Guest

    @cooky:
    naja bei uns hats etwas länger gedauert, aber das ist auch schon Jahre her.
    Damals gab es die nur schriftlich, also Fax nach SLS, antwort per Brief, sprich ca. 4 Tage.

    Das es heute so schnell geht, wusst ich auch nich, also auch wieder was dazu gelernt *gg*

    Schönen Tag noch,
    Thorsten
     
  19. gill

    gill Erfahrener Benutzer

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    Richtig, aber aus der Fragestellung ging hervor, dass keine Kenntnisse in Sachen Buchhaltung vorhanden sind. Dann gehts nicht ohne Software (wenn überhaupt).
     
  20. sitepush

    sitepush Eingetragener Provider

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    Gemäß Aussage meines alten Steuerberaters war folgende Variante auch bei vielen seiner Mandanten sehr beliebt:

    Schuhkarton 1: "Rechnungen (Eingang)"
    Schuhkarton 2: "Rechnungen (Ausgang)"
    Schuhkarton 3: "Bankauszüge"
    Lose Blattsammlung: "Logbuch" (Ein/Ausgänge der Belege einigermaßen tabellarisch festgehalten)

    Und dann hin zum StB: "Hier, machen Sie mal ;-)"

    Begeisterung konnte ich über diese Vorgehensweise jedoch beim StB nicht erkennen, wobei er einräumte, dass die Rechnung an seinen Mandanten dann seine Laune stets besserte. ;-)
     
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