Webhosting - Rechtsschutz

Dieses Thema im Forum "Internet-Recht" wurde erstellt von Irgendwo, 9. Januar 2008.

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  1. Irgendwo

    Irgendwo New Member

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    Hallo!

    Ich denke, hier bin ich genau richtig, um mir von erfahrenen Hostern ein paar Informationen zu holen.

    Ich möchte demnächst eine Seite eröffnen, im Bezug auf Webhosting und Internetdienstleistungen! (Also Seiten-Erstellung, Betreuung, ...)!

    Das ganze basiert auf einem Kleinunternehmer-Gewerbe...also wir reden hier nicht von 100.000 Euro Umsatz! ;-)

    Nun meine Frage:

    Man liest ja nun soviel über Abmahnungen, etc.!

    Meine erste Frage:

    1. Gibt es eine Versicherung (die in meinem Umfang bezahlbar und damit sinnvoll wäre), die gegen Abmahnungen (gegen eventuell AGB oder so) schützt?

    2. Gibt es eine Versicherung, die mich gegenüber meinen Kunden absichert? Also wenn ein Kunde vielleicht einen Anwalt einschaltet, weil es Probleme mit dem Vertrag geht, etc.!?

    Wie gesagt, es geht bei meinen Aufträgen nicht um 20.000 Euro, es handelt sich um kleine Webspace-Angebote von 2-20 Euro und um Seitenerstellung von 50-400 Euro.

    Vielen Dank schonmal.
     
  2. Nerion

    Nerion Eingetragener Provider

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    AW: Webhosting - Rechtsschutz

    Kurz und bündig nein gibt es nicht. Zumindest keine die du bezahlen könntest bzw. bezahlen willst. Wir reden hier von 1000-3000 Euro jährlich.

    Aber vielleicht hat ja jemand einen anderen Anbieter, bin gerne bereit zu wechseln :)
     
  3. Kessel-Solutions

    Kessel-Solutions New Member

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    AW: Webhosting - Rechtsschutz

    Ein Finanzberater hat mir mal eine vorgelegt im Wert von 595 Euro pro Jahr. (Ist ca 4 Wochen her)
     
  4. italia

    italia Erfahrener Benutzer

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    AW: Webhosting - Rechtsschutz

    Eine die für Dich die Abmahnungen bezahlt?
    Oder meinst Du eine allgemeine Rechtsschutzversicherung für Gewerbetreibende?
     
  5. silvester

    silvester New Member

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    AW: Webhosting - Rechtsschutz

    Statt die Kohle für so eine Versicherung an Tür und Fenster rauszuwerfen solltest du dir vielleicht überlegen deine Seite, Angebote und AGB gewissenhaft aufzubauen. Dein Anwalt wird dir behilflich sein. Dann bleiben so Abmahnklassiker wie fehlende MwSt-Angabe und Widerrufsrecht nämlich aus.
     
  6. Nerion

    Nerion Eingetragener Provider

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    Da gebe ich dir soweit auch recht. Aber trotzdem gibt es immer wieder die Kunden die denken, Sie seien im Recht und da man weder das Geld noch die Zeit und die Lust dazu hat, sich mit diesen Kunden immer wieder auseinander zu setzen, gerade wenn diese dann noch mit nem Anwalt kommen, ist so eine Rechtsschutzversicherung schon ganz praktisch.
     
  7. gill

    gill Erfahrener Benutzer

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    AW: Webhosting - Rechtsschutz

    Nein, das ist nicht versicherbar.

    Hier hilft nur eine entsprechende Überprüfung der Homepage inkl. AGB und Bestellvorgang durch einen RA, die in regelmässigen Abständen wiederholt werden sollte.
     
  8. pipa

    pipa Member

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    AW: Webhosting - Rechtsschutz

    Ist nicht direkt zum Thema, aber past gerade so gut zu gill`s Antwort. Möchte mich wenn möglich mit einer kurzen Frage anschließen.
    Wenn ein RA die (z.B.) AGB durchgesehen bzw. sogar erstellt hat, und diese sind Fehlerhaft, ist er dann in der Verantwortung - und wenn wie lange? Einen gewissen Zeitraum? Solange die geltende Gesetze sich nicht ändern?
     
  9. Dresden-Hosting (JS)

    Dresden-Hosting (JS) Eingetragener Provider

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    Solange Deine AGB`s abgemahnt werden würden wäre es wohl durchaus so, dass Du den Rechtsanwalt in Anspruch nehmen kannst.
    Wird Dein Impressum oder einzelne Seiten Deiner Webseite abgemahnt, dann sieht das ganze schon wieder anders aus.
     
  10. silvester

    silvester New Member

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    AW: Webhosting - Rechtsschutz

    Gute Frage, aber ich denke nicht, dass der RA in irgendeiner Weise haftet. Ich glaube man senkt damit nur die Wahrscheinlichkeit, dass eine Abmahnung passiert. Du betreibst dein Business ja auf deine Kappe. Wieso sollte ein RA für dich haften?
     
    Zuletzt bearbeitet: 13. Januar 2008
  11. smartTERRA GmbH Falk

    smartTERRA GmbH Falk Eingetragener Provider

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    AW: Webhosting - Rechtsschutz

    Natürlich haftet ein RA für von ihm verfasste formulierte AGB. Allerdings gibt es bei der Erstellung von AGB durch einen RA zwei verschiedene Möglichkeiten: die rechtssichere Formulierung inkl. Haftung durch den RA und der Entwurf der gewünschten AGB als Muster - ohne entsprechende Haftung durch den Anwalt. Beide Möglichkeiten ziehen natürlich entsprechende Kosten mit sich, wobei ich die zweitere, preisgünstigere Variante garantiert nicht als aus der Portokasse zu bezahlen bezeichnen würde.

    Man möge mir eine eventuell fehlerhafte Wortwahl verzeihen, ich kenne die Fachbegriffe hier so gut wie gar nicht, bin aber in der Praxis über das o.g. Szenario gestolpert, so dass der Sinn meiner Aussage auch durch vielleicht nicht ganz korrekte Begriffe erhalten bleiben sollte.

    Schönen Gruß aus Düsseldorf,

    Falk Brockerhoff
     
  12. gill

    gill Erfahrener Benutzer

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    Hinzu kommt, wenn ein solcher Haftungsfall eintritt, die Problematik die Ansprüche gegen den RA auch durchzusetzen. In der Theorie mag das einfach sein, in der Praxis sieht es ganz anders aus.
     
  13. pipa

    pipa Member

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    Na dann. Das nenne ich heile Welt. Damit einem keiner ans Bein ****** nimmt man sich extra einen (meist teuren) RA, und wenn dann irgendwas nicht stimmt was auf seine Kappe geht steht man trotzdem recht alleine da.
    ..grob und knapp zusammen gefasst jetzt mal so wie ich das hier aufgeschnappt habe
     
  14. SCA

    SCA Eingetragener Provider

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    Informiere Dich mal über "IT-Haftplicht".
    Hier Links zu dem Thema:
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  15. Bina

    Bina Eingetragener Provider

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    Hallo Zusammen,

    mein Erfahrungswert: keine Versicherung nimmt einen Webhoster auf, da kann man nur Rücklagen für evtl. Rechtsstreite bilden...
    Wenn eine Versicherung anbietet einen Webhoster zu versichern, dann werden in der Regel nur Teilbereiche versichert, allerdings sind z.B. "Daten" ein fiktiver Gegenstand (Geldwert ist nicht messbar) und daher kann man sich für den Datenverlust nicht absichern lassen.

    Bzgl. der AGB, man muss diese nicht bindend von einem Anwalt schreiben lassen, man sollte erwägen sich diesen zu Rate zu ziehen.
    Dennoch schützt dies nicht vor Klagen. Auch wenn in den AGB steht:"Kunde muss sein Backup selber machen" und er hat bei Datenverlust keines, kann er Dich trotzdem verklagen.
    Er wird Dich und nicht den Anwalt verklagen.
    Vorab der Anwalt ist kein Übermensch, sprich auch er darf Fehler machen.
    Der Anwalt ist dann nur Regresspflichtig wenn bewiesen ist, dass er vorsätzlich oder fahrlässig gehandelt hat, oder wenn er eine Pflichtverletzung begangen hat, ich kann hier kein Beispiel zu den AGB geben, aber bei einem normalen Rechtsstreit wäre dies z.B. wenn er eine Frist versäumt hätte.
    Und ganz wichtig, solltest Du (was ich Dir nicht wünsche) irgendwann tatsächlich verklagt werden und die AGB wurden von einem Anwalt geschrieben, musst Du vor Gericht ziehen um Deinen Regressanspruch zu erheben. Hier wirst Du einen neuen Anwalt ganz nötig brauchen und in der Regel ziehen Anwälte ungern gegen Kollegen vor Gericht.

    Wie Du lesen kannst, ist das alles etwas "komplex". Dennoch solltest Du Dir ein Anwalt Deines Vertrauens suchen und mit diesem das Thema besprechen.
    Wenn Die "Bindung passt", wird er auch noch da sein, wenn es tatsächlich zu einem Rechtsstreit kommt :)

    Grüße aus dem sonnigen Norden
    Sabrina Janssen
     
  16. ben84x

    ben84x New Member

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    AW: Webhosting - Rechtsschutz

    Tipp: Zum Rechtsanwalt gehen und sich beraten lassen, ob es nicht sinvoll wäre, eine Firma im Ausland anzumelden. Ich habe auch eine s.g. "Offshore Firmengründung" durchgeführt und bin somit der deutschen Rechtssprechung und den schwachsinnigen Gesetzten wie AGBs und Impressum fern (Kanada). Die Firmengründung hat neen Apfel und ein Ei gekostet, wo man hier auch noch mal viel für zahlen würde.
     
  17. FGK

    FGK Eingetragener Provider

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    Man sollte dann aber darauf achten, daß die Firma kein Vermögen in Reichweite der hiesigen Justiz besitzt, denn auf dieses könnte die dann im Falle eines Falles zurückgreifen.... Desweiteren sollte man sich bzgl. der Durchgriffshaftung auf Geschäftsführer und Gesellschafter Gedanken machen.
     
  18. ben84x

    ben84x New Member

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    AW: Webhosting - Rechtsschutz

    Ich denke der hinzugezogen RA weiß, wo und wie man was machen kann/darf. Die Zahl der Offshore Firmengründungen nimmt immer mehr zu, ich hoffe, dass es mal einigen Politikern zu denken gibt. Und die Zahl der von Deutschen betrieben Server im Ausland nimmt auch immer mehr zu und die Justiz kann und darf nur zuschauen, denn z.B. die Behörden auf Antigua und Barbuda können bei Urheberrechtsverletzungen auch nichts machen, dort gibt es einfach kein Urheberrecht.

     
    Zuletzt bearbeitet: 22. Januar 2008
  19. FGK

    FGK Eingetragener Provider

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    AW: Webhosting - Rechtsschutz

    Wollen wirs hoffen - Ansonsten wären wir bei der Haftung eines inländischen Anwaltes gegenüber einer ausländischen (OffShore-)Gesellschaft und deren Durchsetzung :)
     
  20. ben84x

    ben84x New Member

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    AW: Webhosting - Rechtsschutz

    Na ja, es gibt auch Affiliates und Webhoster im Ausland, die keine Offenlegungspflicht durch die Gesetzte in dem jeweiligen Land haben.

    Das Problem wird man auch nicht in den Griff bekommen... .

    Hier wurde z.B. ein Pokerblock für EINEN Werbebanner der nichts eingebracht hat, zu über 700 Euro Strafe verurteilt, weil sich eine Spielbank im Wettbewerb gefärdet sah, da der Betreiber keim Impressum hatte.

    ARMES DEUTSCHLAND
     
    Zuletzt bearbeitet: 22. Januar 2008
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