Weiterer Baustein neuer Geschwindigkeistest: Latenztest

Dieses Thema im Forum "WHL Direkt" wurde erstellt von whl-team, 10. April 2005.

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  1. whl-team

    whl-team New Member

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    In den letzten Wochen haben wir verstärkt hinter den Kulissen an dem Redesign unserer Geschwindigkeitstests gearbeitet. Einen weiteren zentralen Baustein möchten wir in diesen Tagen weiter testen und verfeinern: Den Latenztest.

    Dieser basiert auf der bekannten und sehr empfehlenswerten Open Source Lösung Smokeping und misst in regelmäßigen Abständen die Laufzeiten von Paketen. Genauer gesagt werden alle 300 Sekunden 20 ICMP Pakete gesendet und deren Rücklauf protokolliert. Dabei werden die Meßgrößen Antwortzeit und Paketverlust ausgewertet und graphisch dargestellt.

    In einer ersten Testrunde haben wir Community-Mitgliedern vor einiger Zeit angeboten, ihre eigenen Server so testen zu lassen. Ab heute sind die Ergebnisse hierzu in Realtime verfügbar. Die mitmachenden Beta-Tester erhalten in diesen Minuten eine EMail mit dem Link zur Auswertung. Wir möchten in dieser ersten Testphase ersteinmal weitere Erfahrungen mit der Reliabilität dieser Messmethode sammeln.

    Betatester sind eingeladen hier Ihre Meinungen und Kommentare zu posten. Bitte keine themenfremde Diskussion über den Sinn von Geschwindigkeitstests allgemein. Dazu bitte separaten Thread verwenden.

    Gruß & Danke,

    Carsten
     
  2. whl-team

    whl-team New Member

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    Für alle diejenigen, die nicht am Beta-Test teilnehmen: Der Link zur Live-Ansicht der Testergebnisse lautet
    http://forum.webhostlist.de/smokeping/Latenz.cgi?target=World.Test

    Getestet werden dort von Community-Mitgliedern genannte IPs (keine Provider-Homepages etc.). Aus Sicherheitsgründen werden diese IPs in der Darstellung nicht vollständig ausgegeben.

    Konkret arbeiten wir derzeit noch an einem Problem, welches die Auslastung der DSL-Testleitung betrifft. Wenn diese sehr stark belastet ist (siehe Lastspitze in allen Messungen), geht auch die Latenz in die Höhe. Unser Versuch dies über QOS zu regeln hat hier nichts direkt gebracht. Es gibt jetzt wei Möglichkeiten, die ich spontan sehe - beide schauen wir uns derzeit an:
    • Wir ersetzen die absolute Messung durch eine relative Messung. Dadurch, daß bei Lastspitzen alle Provider betroffen sind würde sich das bei einer relativen Messung wieder nivellieren. Wir verlieren hierdurch aber Informationen.
    • Wir suchen eine Mess-Station, die ohne die Schwankungen auskommt. Diese kann z.B. bei einem sehr gut angebundenen Provider stehen. (Alturo?)
    Feedback weiterhin gerne erwünscht.
     
  3. Moritz Augustin

    Moritz Augustin Eingetragener Provider

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    Habe ich das richtig verstanden, dass Smokeping ein zentraler Teil der Speedtests ist und den anderen Test evtl. ersetzt?
    Ich denke nicht, dass die Laufzeit von ICMP-Paketen eine große Aussage über die Performance des Hostings macht. Dafür müsste man je eine statische und eine dynamische Datei von verteilten (die Verteilung dem Durchschnitt der Privat-DSL-Backbones sowie dem der Bundesbürger entsprechend (überwiegend DTAG)) Messstationen messen. Zusätzlich gerne reine Ping-Zeiten. Aber nicht als Kern eines Geschwindigkeitstests für Webhosting!
     
  4. whl-team

    whl-team New Member

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    Unter Performance verstehe ich sowohl die Antwortzeiten als auch die Latenz einer Anbindung. Mittels Smokeping könnte ich beides testen, z.B. mit HttpEchoPing auch dynamische Seiten abrufen.

    Ich sehe zukünftig zwei getrennte Geschwindigkeitstests:
    • Für Hosting-Lokationen (RZ-Flächen) können wir die Latenz zum Gateway hin mittels ICMP messen. Daraus ergibt sich eine valide Aussage über die Anbindung(squalität), z.B. wenn man die Laufzeiten und den Packet-Loss betrachtet. In meinen ersten Tests zeigt sich z.B. ein deutlicher Unterschied zwischen IPX-Segmenten und IP-Exchange Segmenten.
    • Für Webhosting-Angebote ist der Test wesentlich schwieriger. Hier müsste eigentlich für jedes Angebot eine statische und eine dynamische Seite getestet werden, denn verschiedene Angebote sind auch verschieden technisch realisiert. Auf Grund der Vielzahl der somit notwendigen Testkombinationen sehe ich dies dann nur noch ab "Geprüfter Provider" aufwärts.
    Gruß,

    Carsten
     
  5. ihr_produktagent

    ihr_produktagent New Member

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    Ich möchte mal behaupten, daß mit diesem Test kein Laie etwas anfangen kann.
     
  6. Hostingparadies.de

    Hostingparadies.de Geprüfter Provider

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    Hallo Carsten,

    > Wir suchen eine Mess-Station, die ohne die Schwankungen auskommt. Diese
    > kann z.B. bei einem sehr gut angebundenen Provider stehen.

    also wenn noch eine Teststation gesucht wird... ich hatte der WHL
    schon mal einen Server angeboten. Falls (noch) Interesse besteht,
    bitte kurz bei mir melden.

    MfG

    Stephan
    WebControl GmbH
     
  7. whl-team

    whl-team New Member

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    Das ist das Grundproblem, welches immer bestehen wird: Die Tests müssen ausreichend inhaltlich hinterlegt sein (welches wir in diesem Thread diskutieren) um dann eine einfache Aussage zu erstellen, die dann ein Endkunde auch verstehen kann.

    Zuerst einmal müssen wir aber technisch die Basis diskutieren. Im nächsten Schritt kann man das dann von der Erklärung her einfacher machen.
     
  8. ihr_produktagent

    ihr_produktagent New Member

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    Damit es für den dümmsten DAU verständlich ist, muss es einen Gesamtwert geben, der alles aussagt. Wer sich für Details interessiert, der kann sich dann die Einzelwerte ansehen, aus denen das Ergebnis stammt.

    Was einen potentiellen Kunden am meisten interessieren dürfte, ist wohl die Aussage: "Wie schnell werden bei diesem Anbieter meine Webseiten geladen."

    Daran sollte man sich orientieren und dafür eine Antwort liefern.
    Die Pings sagen dazu zu wenig aus. Ein Anbieter mit einem Ping von 50ms könnte u.U. die Seiten viel langsamer liefern als einer mit einem Ping von 500ms.

    Natürlich sind solche Tests immer schwierig. Doch das Ergebnis sollte nachvollziehbar und aussagekräftig sein, der User nicht mit unnötigen Details überschüttet werden.
     
  9. kkeppler

    kkeppler Eingetragener Provider

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    Ich wiederhole mal meinen bereits vor laaaaaaanger Zeit eingebrachten Vorschlag: Aufteilung der Speedtests in Netz- und Server-"Speed".

    Das heißt: zum einen wird die Paketlaufzeit gemessen und somit eine Aussage über die Anbindung des Providers getroffen. Zum anderen liefert die Abrufgeschwindigkeit einer Webseite Infos zur tatsächlichen Server-Performance. Zieht man nun (vereinfacht gesagt) die Netzlatenz von der Seitenabrufdauer ab, so erhält man einen "bereinigten" Wert zur Servergeschwindigkeit.

    Wichtig hierbei ist, dass die Tests serialisiert und nicht parallelisiert ablaufen, um die Latenzwerte nicht zu verfälschen.

    Ach ja: außerdem sollten die Tests eines Providers optimalerweise nicht immer zur gleichen Zeit von der gleichen Meßstation aus erfolgen, sondern immer bunt durchgemischt werden. Was nutzt es mir z.B. konkret, wenn ich von der Meßstation bei Averbo immer eine "4" erhalte, weil die immer nachts um 03.00 auf einen Webserver zu greift, der zu diesem Zeitpunkt gerade durch Backup unter etwas mehr Last steht? Nur mal so als Anreiz...

    Viele Grüße,

    Klaus Keppler
     
  10. kkeppler

    kkeppler Eingetragener Provider

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    Da würde ich lieber mal Kontakt mit Backbone-Betreibern aufnehmen (MESH, Level(3), KPN/Eurorings, ...); das macht sicher mehr Sinn als ein 19-Euro-Server in einem unbekannt belasteten Netzwerksegment...

    -Klaus-
     
  11. zielosko.netMedia

    zielosko.netMedia New Member

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  12. sitepush

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    Mir fällt auf, dass die Tests täglich nahezu zur selben Zeit gefahren werden. Insgesamt sind es täglich etwa 16 Tests, davon vier nachts (zu Zeitpunkten, wo kein Schwein online ist und deshalb sehr umfangreiche Backups über's Netz geschoben werden), der Rest fast ausschließlich in Rush-Hour-Zeiten.

    Bei anderen Anbietern werden die Zeiten ebenfalls täglich nahezu gleich sein, allerdings in anderen Zeitfenstern.

    Hat mal jemand darüber nachgedacht, die Reihenfolge der Tests zufällig zu gestalten und ihnen damit mittelfristig einigermaßen repräsentativen Charakter zu verleihen?

    Das würde dann wohl auch solche eklatanten Unterschiede, wie dort angesprochen, zu vermeiden helfen.
     
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