Whois Protection und schwarze Scharfe

Dieses Thema im Forum "Domains & DNS" wurde erstellt von lossy, 29. Juni 2009.

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  1. irz42

    irz42 Eingetragener Provider

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    AW: Whois Protection und schwarze Scharfe

    Das ist jedermanns Recht - ich habe die Wahrheit definitiv nicht gepachtet. :)

    Andersrum gefragt: Warumm sollte ein 0815-Haustierblog seine Daten verschleiern? Diese bedeutet sowohl organisatorisch als auch finanziell einen Mehraufwand.

    Ich bin so erzogen worden, dass ich jederzeit für die Folgen meines Handelns einstehen muss. Warum nicht auch im Web? Denn genau so, wie ich das Recht auf freie Äusserung meiner Meinung habe, hat auch Hugo das Recht auf seiner Seite. Im echten Leben wie auch im Web.

    Allerdings impliziert deine Aussage genau meine Kritik an diesen Diensten: Anonym möchte man sein, weil man die Folgen seines Handelns fürchtet. :)
     
  2. irz42

    irz42 Eingetragener Provider

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    AW: Whois Protection und schwarze Scharfe

    Aus eben diesem Grunde stelle ich meine/unsere Einstellung zu dem Netz hervor. Wer langfristig und verantwortungsvoll mit dem Netz umzugehen versucht, versucht das Netz sauber zu halten. Schon aus eigenen, wirtschaftlich langfristigen Motiven heraus.
     
  3. onlinenetz

    onlinenetz Guest

    AW: Whois Protection und schwarze Scharfe

    Das sehe ich anders.
    Gut ist, dass das Internet jedem die Möglichkeit bietet (oder bieten sollte) seine freie Meinung zu äußern.
    Allerdings wer seine Meinung äußert sollte sich auch zu erkennen geben. Dies gilt auch für jede Privatperson.
    Du fändest es ja auch nicht spaßig, wenn jemand in einem Blog anonym verbreitet, das Dein Betrieb ein ganz mieses Unternehmen wäre. Und er dann dies noch mit Falschbehauptungen untermauert.
    Leider bietet das Internet schon genügend Schlupflöcher um es zu einer Art "Rechtsfreien Raum" zu gestalten.
    Würde dies im übrigen ausarten, wäre es eine Frage der Zeit bis Politiker und Regierungen dem durch "weitere" Zensuren und Sperren einem Riegel vorsetzen. Es wäre quasi Munition für die Hardliner die das ganze Internet Reglementiert haben wollen. Und dann wäre die Meinungsfreiheit hinüber.
     
  4. Maturn

    Maturn Eingetragener Provider

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    AW: Whois Protection und schwarze Scharfe

    Nicht unbedingt, viele Firmen bieten das Kostenlos an oder mit ner kleinen Gebühr und sind trotzdem noch billiger als die meisten Deutschen Firmen.



    Enom, Namecheap, Godaddy, Directi und alle Reseller. Also ich würde weltweit schon auf ne Summe von 90% aller Anbieter kommen. Also wenn man mal die hunderttausend Amifirmen dazu zählt, aber der Markt ist ja global. In Deutschland ist mir kein Anbieter bekannt


    Da gebe ich dir Recht, das würde ich auch nicht lustig finden. Andererseits ist es in .de nunmal auch so das man nichtmal die Warheit schreiben kann ohne das Risiko einzugehen sofort eine Abmahnung zu kriegen. Recht haben und Recht kriegen ist in unseren Zeiten unterschiedlicher denn je. Wenn man jemanden Mundtot machen will sucht man sich einfach das passende Gericht aus und schon schafft man das. Ein Privatmensch hat nur selten die Zeit und das Geld sich effektiv zu wehren.
    Und nein ich will damit nicht sagen das ich Hasstiraden und Verleumdungen gut finde(falls das hier falsch rüberkommt).

    Wobei das eh selten vorkommen dürfte. Aber ich finde zb Spammails und Werbeanrufe auf Datensätzen die ich nur im Whois Hinterlegt habe nervig.
     
    Zuletzt bearbeitet: 1. Juli 2009
  5. irz42

    irz42 Eingetragener Provider

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    AW: Whois Protection und schwarze Scharfe

    Dennoch wird - auch bei den niedrigeren Preisen - der Mehraufwand sicherlich fakturiert sein müssen.

    Eine Abmahnung ist erstmal eine gleichwertige Behauptung(!) wie der Sachverhalt, gegen den diese Vorgeht. Wer Angst vor Abmahnungen hat, sollte sich im Netz eh nicht bewegen. Und sich auch im Bekanntenkreis eher still verhalten.

    Nicht paranoid zu sein bedeutet NICHT, dass "Sie" nicht hinter Dir her sind :)
     
  6. MW_Internet

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    AW: Whois Protection und schwarze Scharfe


    Das als Argument für die Richtigkeit solchen Vorgehens?! Erschreckend sowas ausgerechnet von einem Provider zu lesen.


    Huch, woher kommen diese Zahlen? 5 angeführte Domainhoster und dann noch 100.000 andere, die zu vernachlässigen sind... Auf etwa 3.000 Einwohner fällt also ein Provider.


    Ah ja, weil also jemand (Deiner Ansicht nach völlig okay) unrechtens verhält ist dies auch mit Unrecht zu erwidern. Warum nicht gleich Back to the Roots und jeden Spammer abknallen?

    Irgendwo sträuben sich bei mir grad die Nackenhaare, wenn ich solch ein Gesülze sehe. Bisher hatte ich gedacht, dass sowas nur Parolen von braunen Parteianhänger seien, aber auch Provider sind nur Menschen...
     
  7. Maturn

    Maturn Eingetragener Provider

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    AW: Whois Protection und schwarze Scharfe


    Glückwunsch

    Auch wenn in diesem Thread von niemanden etwas geschrieben wurde was auch nur im entferntesten in diese Richtung geht. Ich halte den Vergleich für arg daneben.






    Ne kleine Überraschung für sie: Deutschland ist nicht der Nabel der Welt. Die genannten Domainhoister sind nunmal wesentliche Grössen im Geschäft. Und auch 1und1 bietet einen Whois Protect bei seinem Amerikanischen Ausleger an.

    Unrecht ist das nur in Deutschland.

    Wer sagt das ich es immer richtig finde? Ich habe geschrieben das ich es verstehe und es auch nicht wirklich für nötig halte bei jeder Haustierseite sein Leben auszubreiten.
     
  8. Michael Hufnagl

    Michael Hufnagl Erfahrener Benutzer

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    AW: Whois Protection und schwarze Scharfe


    lass mich das kurz nochmal nachfragen:

    du bist der meinung, dass die hier geaeusserten ansichten von maturn denen von nazis entsprechen.

    hab ich das so richtig verstanden?
     
  9. Cheatah

    Cheatah Erfahrener Benutzer

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    AW: Whois Protection und schwarze Scharfe

    Ich wüsste nicht, gegen welches Gesetz die "whois protection" verstoßen sollte. Die Aufregung einiger Provider hier erscheint mir etwas bizzar.

    Cheatah
     
  10. MW_Internet

    MW_Internet Eingetragener Provider

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    AW: Whois Protection und schwarze Scharfe


    Nein, nur die Art und Weise. Vermeintliches Recht (auf Protection in der WhoIs) mit Unrecht (Protection) erlangen oder Unrecht (Spam an die in der WhoIs eingetragenen Mailadresse) mit Unrecht (Protection) bekämpfen. Daraus ergibt sich ein völlig verschobenes Rechtsempfinden. Und das kommt mir irgendwie sehr bekannt vor!

    Hierzu bedarf es kein Gesetz, sondern einfach der Einhaltung der verbindlich zugesagten Richtlinien der jeweiligen Vergabestelle! Diesen stimmt man wissentlich zu, wenn man eine Domain registrieren möchte. Also hat man sich auch genau an diese Richtlinien zu halten, denn sonst funktioniert die Selbstregulierung im Internet nicht und dann mischen sich die Staaten ein, wie ja jüngst auch Deutschland mit seinem Zensurgesetz oder vorher schon mit den Bundestrojaner etc.

    Ich habe es bewusst sehr drastisch formuliert, um genau auf solche gesellschaftlichen Probleme aufmerksam zu machen, wenn einzelne versuchen das Recht für sich und eigene Zwecke zu beugen. Ein Unterlaufen der Richtlinien der Domainvergabestellen ist da nur ein Anfang, aber inzwischen offenbar schon "legitim" in manchen Augen. Ist es aber nicht und wird es auch nie sein, solange die Vergabestellen eben nicht auf die WhoIs verzichten wollen und das tun die mit gutem Grund nicht!
     
  11. DasIch

    DasIch New Member

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    AW: Whois Protection und schwarze Scharfe

    .. und dann gibt es leider noch die Leute, die das mit den Gesetzen auch nicht so genau nehmen, und einem Webseitenbetreiber das Leben schwer machen - Konkurrenz-Admins, Exfreunde, was weiß ich. Da wird dann das ganze menschliche Trauerspiel hervorgekehrt, und die Agressoren sind dann teilweise auch noch durch die Quasianonymität geschützt. Es ist nicht für jeden leicht, regelmäßig Drohanrufe oder ähnliches zu bekommen..

    Ich wüsste nicht was an einer WhoIs-Protection falsch sein sollte. Technisch wird hier doch nur ein Vertreter (eben der Webhoster) eingetragen, welcher im Falle einer gerichtlichen Auseinandersetzung zwar die echten Daten herausgeben wird, aber wenigstens nicht an Hinz und Kunz.

    Ich bin mir einigermaßen sicher, dass eine WhoIs-Protection, die vielleicht um die 50% des DE-Domainpreises kostet, auch hier weggehen würde wie warme Semmeln.
     
    Zuletzt bearbeitet: 2. Juli 2009
  12. noyx

    noyx New Member

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    AW: Whois Protection und schwarze Scharfe

    Wieviele von euch überprüfen eigentlich die angegeben Kundendaten und vor allem wie? Aufgrund irgendwelcher Unannehmlichkeiten wird davor ja keiner von euch zurückschrecken, oder?
     
  13. Cheatah

    Cheatah Erfahrener Benutzer

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    AW: Whois Protection und schwarze Scharfe

    "Whois Protection" wird ja von nahezu allen großen Registraren angeboten. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die alle gegen die Registrierungsrichtlinien verstoßen. Ich habe versucht, das etwas genauer zu recherchieren, bin aber leider nicht fündig geworden. Kannst Du mir Links zu den Richtlinien (bitte nur gTLDs) geben, gegen die die "Whois Protection" verstößt?

    Cheatah
     
  14. MW_Internet

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    AW: Whois Protection und schwarze Scharfe

    Grad auf die Schnelle mal für psi:

     
  15. Cheatah

    Cheatah Erfahrener Benutzer

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    AW: Whois Protection und schwarze Scharfe

    Was ist psi, und wo genau findet man den Text?

    Dass der Domaininhaber gegenüber seinem Registrar richtige Angaben machen soll, ist klar. Wieso leitest Du daraus die Verpflichtung ab, dass diese Daten übers whois veröffentlicht werden müssen?

    Cheatah
     
    Zuletzt bearbeitet: 3. Juli 2009
  16. _Jens_

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    AW: Whois Protection und schwarze Scharfe

    Nur ein kleiner, unbekannter ICANN registrierter Domainanbieter (Achtung: Ironie!).

    Auf der Homepage von PSI USA.

    Dass der Domaininhaber gegenüber seinem Registrar richtige Angaben machen soll, ist klar. Wieso leitest Du daraus die Verpflichtung ab, dass diese Daten übers whois veröffentlicht werden müssen?[/QUOTE]

    Weil die erwähnte "Registry Database" die Whois-Ausgabe aus den übergegebenen Daten erzeugt. Mir ist kein einziger Fall bekannt, wo ich an ein Registrar sowohl "echte" Kundendaten als auch "fake"-Whois-Daten getrennt übergeben kann.

    Gruß,
    Jens
     
  17. Cheatah

    Cheatah Erfahrener Benutzer

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    AW: Whois Protection und schwarze Scharfe

    Die Vereinbarungen eines einzelnen Registrars mit seinen Kunden definieren also Recht bzw. Unrecht?

    Das mag für den Registrar InternetX bzw. PSI-USA der Fall sein. Es gibt aber auch Registrare, die genau das eben anbieten. Das nennt man dann Whois Privacy oder Whois Protection.

    Cheatah
     
  18. MW_Internet

    MW_Internet Eingetragener Provider

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    AW: Whois Protection und schwarze Scharfe

    §55 RStV regelt das für deutsche Webseitenbetreiber, egal was und wo die Webseite liegt. Habe hier noch einen aktuellen Fall auf dem Tisch, wobei es hier um die Durchgriffshaftung geht.
     
  19. Cheatah

    Cheatah Erfahrener Benutzer

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    AW: Whois Protection und schwarze Scharfe

    Soweit ich informiert bin, ergibt sich aus §55 RStV keine generelle Impressumspflicht (mal davon abgesehen, dass ein Eintrag in der whois-Datenbank kein Impressum darstellt). Z.B. private Seiten sind davon ausgenommen. Weiterhin muss ich nicht zwangsläufig eine Webseite anbieten, wenn ich eine Domain registriere. Eine Domain kann auch ausschliesslich für den Email-Verkehr genutzt werden. Aus §55 RStV lässt sich daher keine Verpflichtung zur Veröffentlichung personenbezogener Daten im Whois herleiten.

    Cheatah
     
  20. _Jens_

    _Jens_ Eingetragener Provider

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    AW: Whois Protection und schwarze Scharfe

    Nein, aber die Bedinungen für den Vertrag zwischen Registrar und (letztendendes) dem Kunden.


    Es mag natürlich ein Registrar geben, der eine solche Klausel nicht drin hat und auf den ersten Blick ist natürlich auch für den Kunden es erlaubt irgendwelche Fake-Daten anzugeben.

    Allerdings würde es mich wundern, wenn die ICANN nicht in den Bedinungen gegenüber den Registraren eine ähnliche Klausel im Vertrag hätte. Ich hab jetzt zwar nicht die Lust den die Bedinungen der ICANN genau zu durchforsten, aber es würde sonst auch kein Sinn machen, dass man falsche Whois-Daten an die ICAN melden kann:
    http://wdprs.internic.net/

    Außerdem ist auf der Seite auch der Hinweis enthalten:
    "All accredited registrars have agreed with ICANN to obtain contact information from registrants, to provide it publicly by a Whois service, and to take reasonable steps to investigate and correct any reported inaccuracies in contact information for domain names registered through them. "

    Von daher sollte man sich natürlich in dem Fall folgende Frage stellen. Möchte ich eine Domain registrieren und entweder gegen die direkten Registrierungsbedinungen des Registrars verstoßen oder über einen Registrar die Domain anmelden, der sich nicht an die Bedinungen mit der ICANN hält.

    Momentan scheint ICANN nicht wirklich ein großes Interesse daran haben was das Thema angeht durchzugreifen. Aber man geht definitiv das Risiko ein die Domain zu verlieren.

    Für mich wäre allerdings schon ein Grund gegen die Whois-Protection, dass ich in diesem Fall im Zweifel bei Streitigkeiten mit dem Domainhändler der Vergabestelle nicht (bzw. nur sehr schwer) nachweisen kann, dass ich der Domainowner war.

    Gruß,
    Jens
     
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